Robert Syska

Helfer von DRK, Polizei und Feuerwehr ziehen Jahrmarkts-Bilanz

Bad Kreuznach. Trotz rekordverdächtigen Einsatzzahlen am Freitag ziehen die Helfer von DRK, Polizei und Feuerwehr eine positive Jahrmarkts-Bilanz.
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Rund 300 DRK-Einsätze, 47 Strafanzeigen und fünf Fälle für die Feuerwehr: Die Bilanz der Helferinnen und Helfer für den Jahrmarkt fällt ähnlich aus wie in den Jahren 2019 und davor.

Rund 300 DRK-Einsätze, 47 Strafanzeigen und fünf Fälle für die Feuerwehr: Die Bilanz der Helferinnen und Helfer für den Jahrmarkt fällt ähnlich aus wie in den Jahren 2019 und davor.

Foto: Philipp Köhler / DRK

"Nach einer wirklich herausfordernden Freitagnacht haben sich die Patientenzahlen dann doch normalisiert, so dass wir durchaus von einem Einsatzaufkommen im üblichen Maß der letzten Jahre sprechen können", sagt etwa DRK-Einsatzleiter und Kreisbereitschaftsleiter Thorsten Walg. Insgesamt behandelten die ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfer knapp über 300 Menschen. Für 56 Betroffene endete der Jahrmarktsbesuch vorzeitig im Krankenhaus. Stolz ist Walg auf die Tatsache, dass das DRK trotz der angespannten Personalsituation im Gesundheitswesen den Dienstplan für den Jahrmarkts-Sanitätsdienst fast ausschließlich mit eigenen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzlern aus dem Landkreis besetzen konnte.

Heiratsantrag auf dem Riesenrad

Trotz aller Routine war dieser Jahrmarkt jedoch für einige Rotkreuzler ein ganz besonderes Ereignis. Denn es wurde nicht nur behandelt, organisiert und der Dienstplan gefüllt - auch ein Heiratsantrag von DRK-Bereitschaftsleiter Thilo Willer an seine Lebensgefährtin Alice wollte als Überraschung geplant werden. Am Sonntagnachmittag war es auf dem Riesenrad dann endlich soweit und die alles entscheidende Frage wurde durch den sichtlich aufgeregten Rotkreuzler gestellt - Ergebnis: Sie hat "Ja" gesagt.

Auch das Fazit der Polizei fällt ähnlich aus wie in den Jahren 2019 und davor: Die mit der Verwaltung abgestimmten Sicherheitsmaßnahmen für eine sichere und störungsfreie Veranstaltung, heißt es in der Bilanz-Pressemeldung der Polizei. Durch die durchgängig sichtbare Präsenz von Einsatzkräften, kontten "veranstaltungstypische Auseinandersetzungen" frühzeitig gestoppt werden. Trotzdem wurden insgesamt bislang 47 Strafanzeigen erstattet - was ungefähr der Zahl aus 2019 und den Vorjahren entspricht. Überwiegend handelte es sich dabei um Körperverletzungen (23 an der Zahl), die oft wechselseitig begangen wurden und nahezu ausschließlich durch einen erheblichen Alkoholpegel begünstig wurden. Glücklicherweise, so die Polizei, seien sind in allen Fällen nur leichte Verletzungen entstanden.

Am Boden liegenden Randalierer gegen den Kopf getreten?

Hervorzuheben waren laut Polizei zwei Fälle: Am Samstagabend war es vor einem Gastronomiebetrieb zu einer Auseinandersetzung zwischen einem randalierenden Gast und dem Sicherheitsdienst gekommen. Zeugen hatten berichtet, dass ein Mitarbeiter des Gastronomiebetriebes dem bereits am Boden liegenden Randalierer gegen den Kopf getreten habe. Der Mitarbeiter bestreitet den Vorwurf - deshalb seien laut Polizei weitere Zeugenvernehmungen nötig.
In einem anderen Fall besteht nach einem Rettungsdiensteinsatz bei einer hilflosen Person der Verdacht, dass dem Opfer möglicherweise bewusstseinsveränderte Stoffe beigebracht wurden. Auch hier sind weitere Ermittlungen erforderlich.

Desweiteren wurden eine sexuelle Belästigung, sechs Diebstähle, fünf Beleidigungen, zwei Widerstände gegen Polizeibeamte, zwei Bedrohungen und drei Betäubingsmitteldelikte angezeit. Insgesamt wurden 20 Platzverweise erteilt und in drei Fällen wurden Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Auch die Jahrmarkts-Bilanz der Freiwilligen Feuerwehr fällt positiv aus. Sie berichtet über eine ruhige Bereitschaftszeit auf dem Jahrmarkt. Lediglich vier kleinere technische Hilfeeinsätze und ein Einsatz durch eine ausgelöste Brandmeldeanlage mussten abgearbeitet werden.