Aus Meisterschule wurden 60 gemeinsame Jahre

Margret und Heinz Josef Haupt feiern diamantene Hochzeit

Höfen. »Bei der Anmeldung zur Meisterschule habe ich meine Frau das erste Mal gesehen - es war Liebe auf den ersten Blick.« Und Heinz Josef Haupt wird seiner Margret bei diesen Worten einen Blick zu, als wäre es erst gestern gewesen.

Dabei feiert das Ehepaar aus Höfen am heutigen Mittwoch diamantene Hochzeit. Am 10. Oktober dann jährt sich das »Ja-Wort« vor Gott zum 60. Mal.

Und dieses Fest fand in Strauch statt - überraschend kommt doch Heinz Josef Haupt aus Frelenberg bei Geilenkirchen, seine Frau Margret gar aus Gladbeck. »Mein damaliger Chef wollte uns filmen und unser Dorfpfarrer erlaubte es nicht«, erinnert sich der Friseurmeister. Daher zog man in die Eifel, wo der Geistliche offener für Erinnerungsbilder bei der Trauung war.

Margret und Heinz Josef Haupt wurde das Frisieren bereits in die Wiege gelegt. Als sich die Gesellen auf der Meisterschule trafen und ineinander verliebten, stand eine schwere Entscheidung an: »Der Betrieb meines Mannes war besser aufgestellt und wir lebten an einer Kokerei - daher entschieden wir uns für Frelenberg«, erinnert sich Margret Haupt. Beide sind Einzelkinder und sollten den elterlichen Betrieb übernehmen. Das tat Heinz Josef Haupt dann auch im Jahre 1961, Margret Haupt legte ihr Friseurgeschäft in die Hände einer Gesellin.

Nach 38 arbeitsreichen Jahren gaben die Beiden ihr Friseurgeschäft an die Tochter ab und zogen in die Eifel. Auch die Enkelin ist der Familientradition treu geblieben und in Roetgen als mobile Friseurin aktiv.
In Höfen hatten Margret und Heinz Josef Haupt bereits in den 1980er Jahren ein Haus gebaut, wo sie Urlaube und Wochenenden verbrachten. Doch der Ruhestand sollte eben dort verlebt werden, wo andere Urlaub machten. »Früher sind wir viel gereist: Nach Ungarn, auf Kreuzfahrt nach Russland oder Dubai. Heute reicht die Mosel oder die Südeifel«, erklärt Heinz Josef Haupt, der wie seine Frau im Vorjahr mit dem diamantenen Meisterbrief im Friseur-Handwerk ausgezeichnet wurde.

In ihrer zweiten Heimat Höfen haben die Haupts schnell Kontakt gefunden. Sie traten den Schützen bei, wurden 1996 Königspaar, waren an der Lebenden Krippe aktiv, in der Feuerwehr oder der Frauengemeinschaft. »Wer auf die Menschen zugeht, der bleibt nicht alleine«, wissen die rüstigen Rentner, die das Miteinander in der Eifel genießen.

Die goldene Hochzeit wurde sechs Wochen lang  gefeiert, jetzt bleiben sie - auch wegen Corona - unter sich. »Die Gesundheit ist das Wichtigste, da haben wir immer Wert drauf gelegt«, unterstreicht Heinz Josef Haupt und hofft, dass er mit seiner Frau noch einige schöne und gesunde Jahre erleben kann.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.