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Moderne Büroarbeit in der Eifel angekommen

Erster Coworking-Space in Roetgen eröffnet

Roetgen. Früher hätte man es »Bürogemeinschaft« genannt. Es braucht einen Schreibtisch und eine Kaffeemaschine, heute noch einen W-Lan-Anschluss dazu und einen Meeting-Room: Fertig ist der »Coworking-Space«.

 »Viele Menschen zieht es in die Stadt, manche zum Wohnen, viele zum Arbeiten. Urbanisierung wird man nie ganz verhindern können. Aber man kann Alternativen bieten.« Und das tut Tobias Kollewe, Geschäftsführer der cowork AG in Aachen. Sie entwickelt so genannte »Coworking Spaces«, deren neuester Standort nun in Roetgen eröffnet worden ist.

»Coworking ist das Arbeitsphänomen von heute, das exakt die logische Entwicklung unserer modernen Arbeitswelt beschreibt: weg vom statischen Arbeitsplatz hin zum flexiblen Arbeitsplatz für mehr Effektivität, Mobilität und Innovation.« Nicht rein zufällig ist Kollewe Präsident des »Bundesverband Coworking Spaces«. In gut einem Jahr haben sich die Angebote deutschlandweit vervierfacht.

Moderne Arbeit statt Pendeln

Coworking ist eine der gängigsten Arbeitsformen in der Stadt. Es bietet die komplette Büro- und Meeting-Infrastruktur, schränkt Pendelbewegungen ein, schafft ein Miteinander und neue Räume zum Arbeiten. Coworking bringt flexible Arbeitsorte für Angestellte, Selbständige, Freelancer an neue Orte –auch in den ländlichen Raum.

Es sei wichtig, diese Art des Büro-Arbeitsplatzes anzubieten, weiß auch Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss. Er hat das Projekt maßgeblich vorangetrieben, dafür Räume im ehemaligen Sparkassen-Gebäude direkt neben dem Rathaus angemietet und sie an die Cowork AG weiter vermietet.
Erste Mieter hat Tobias Kollewe schon an der Angel - gerade für Eifeler, die nach Aachen pendeln müssen und nun von Roetgen aus arbeiten könnten, ist dieses Konzept interessant. Und für den Arbeitgeber ebenso. Denn die Arbeitsplatzkosten betragen durch das moderne System maximal 50 Prozent. »Ein Arbeitsplatz in einer Behörde kostet statistisch gesehen 500 bis 600 Euro pro Monat, unser Fixpreis liegt bei 129 Euro«, so Kollewe. Und der Arbeitsplatz an der Roetgener Hauptstraße kann auch nur tageweise gemietet werden.

In der Aachener Oppenhoffallee arbeiten auf 2500 Quadratmetern nicht nur Freelancer und Kreative, sondern auch Bestattungsunternehmen oder Handwerker, die in ruhiger und professioneller Umgebung ihren »Bürokram« erledigen möchten.

60 Quadratmeter ist der »Coworking Space« in Roetgen groß  - es gibt vorerst drei Arbeitsplätze und einen Konferenzraum. Donnerstags ab 9 Uhr können Interessierte vorbei kommen - oder sich einfach im Internet umschauen.

Das moderne Büro

Einen Arbeitsplatz im »Coworking-Space« in Roetgen kann man über die Website der Cowork AG buchen. Dann bekommt man einen Zugangscode auf das Smartphone, mit dem sich die Türe öffnen lässt. Egal, ob morgens um 5 Uhr oder abends um 21 Uhr - jetzt heißt es nur noch Laptop einstöpseln und los. Bei Bedarf wird aber auch ein Bildschirm oder ein Platz im verschließbaren Büroschrank angeboten.

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Kommentar von Johannes Lorenz
Der Titel mag für den Altkreis Monschau stimmen, in Prüm gibt es allerdings schon seit 2017 einen Coworking Space, organisiert und gemanaged von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz. Schreibtisch in Prüm. Wer es also zu weit ins schöne Roetgen hat, ist gerne auf einen Kaffee willkommen.
Kommentar von Tobias Kremkau
“Nicht rein zufällig ist Kollewe Präsident des »Bundesverband Coworking Spaces«."

Das stimmt, Zufall ist das nicht. Da sich Herr Kollewe mit seinen nur auf eigenen Gewinn setzenden Verhalten, in dem von Werten geprägten Bundesverband Coworking Deutschland (German Coworking Federation, kurz GCF), nicht durchsetzen konnte, hat er seinen eigenen Branchenverband gegründet, in dem nur Angestellte seines Unternehmens "Cowork AG" (den Namen hat er von der durch die GCF jährliche organisierte Konferenz mit BarCamp "COWORK" geklaut) auch Mitglied sind.

Ein Scheinriese also, der identisch mit einem einzigen Unternehmen ist und allein deshalb niemals eine Bewegung präsentieren kann.