»Wir hätten die Förderschule erhalten«

Kritik an Inklusion und Landesentwicklungsplan

Eicherscheid. »Dass die Schwächsten die weitesten Wege zur Schule antreten müssen, kann nicht Sinn der Inklusion sein.« Axel Wirtz und Margareta Ritter sind sich einig, dass Flexibilität geboten gewesen sei, um eine Ausnahmeregelung für die Förderschule Nordeifel zu finden, die nun im Sommer 2018 geschlossen wird.

»Das Thema ist völlig überstürzt durchgeboxt worden«, versichert Monschaus Bürgermeisterin. Da könne man den Lehrern nur ein Lob aussprechen, wie sie Inklusion an den Schulen ohne große Vorbereitung praktizieren. In der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens habe man den Protagonisten sechs Jahre Vorlaufzeit gegeben - mit Erfolg.

Dörfer sterben

Als »Anwalt des ländlichen Raums« versteht sich der Axel Wirtz, wenn es um den Landesentwicklungsplan geht, der noch vor der nächsten Landtagswahl in Kraft treten soll. Wirtz: »Wenn Orten unter 2000 Einwohnern jegliche Entwicklungschance genommen wird und der Naturschutz über die Entwicklung von Gewerbeflächen gestellt wird, bedeutet das den Tod kleiner Dörfer«. Es müsse möglich sein, in seinem Heimatort bauen zu dürfen und Gewerbetreibenden Ansiedlung und Expansion zu ermöglichen, ohne vor riesige Herausforderungen und extreme Kosten gestellt zu werden. Zudem müsse Monschau Mittelzentrum bleiben, was aber glücklicherweise aktuell nicht zur Diskussion stehe.

Der CDU-Landtagsabgeordnete nutzte den Besuch im Monschauer Rathaus, um das Projekt des NET-Liners, der Ende des Jahres als flexibles Busnetz eingeführt werden soll, zu loben. Zugleich hob er hervor, dass die Eifel als LEADER-Region neuerlich von Fördergeldern der EU profitiere. »3,1 Millionen Euro stehen für Projekte bis 2022 bereit«, so Ritter - insgesamt 5 Millionen Euro würden investiert. So könne sich die Eifel nicht nur naturräumlich, sondern auch touristisch weiter entwickeln.

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