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Impfzertifikat in Scheckkarten-Format

Schmidt. Für viele ist er so selbstverständlich mitzuführen wie Schlüssel, Portemonnaie oder Smartphone - der Impfnachweis. Denn sich als »Geimpft« auszuweisen ist in diesen Tagen an vielen Stellen des öffentlichen Lebens unerlässlich. »Die Covid Card kann den Alltag vieler Menschen – in einer schwierigen Zeit – deutlich vereinfachen«, sind Tobias Krischer und Christian Knieps überzeugt.

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen, Schutzvorkehrungen sowie Einschränkungen bestimmen große Teile unseres Alltags. Der Nachweis, dass man gegen COVID-19 geimpft wurde, ist dabei ein von Politik und Wissenschaftlern geforderter großer Bestandteil. Es gibt aktuell verschiedene Möglichkeiten den Impfstatus nachzuweisen. Etwa mit dem Impfpass, per Ausdruck oder mittels Apps wie CovPass oder der CoronaWarnApp. »Wir haben uns zusammen gesetzt und gefragt, ob diese Optionen tatsächlich für jeden in jeder Situation geeignet sind«, erklären Tobias Krischer und Christian Knieps. »Und wir sagen: Nein!«
Und so haben die Beiden, die aus Schmidt und Steckenborn stammen, aktuell aber berufsbedingt in Bonn und Köln leben, die »CovidCard« entwickelt. »Wir haben eine Alternative geschaffen, die es jedem Bürger ermöglicht, einfach und vor allem praktikabel den Impfstatus überall nachzuweisen«, so Krischer. Die »CovidCard« ist eine Scheckkarte, die in jedes Portemonnaie passt, da sie exakt dem Format und der Dicke einer handelsüblichen EC- oder Kreditkarte entspricht und eine DIN-Norm aufweist. Das digitale Impfzertifikat (QR-Code) wird zudem in der gesamten EU anerkannt.

Zu einem Konzert das gelbe Impfbuch mitnehmen, das neben den Eintragungen zu COVID-19 auch andere sensible Daten zu Impfungen von Geburt an beinhaltet? »Das käme für mich nicht in Frage« versichert Projektmanager Christian Knieps. Auch der Papierausdruck im A4-Format störe nur und sei bei mehrmaligem Gebrauch schnell ruiniert. »Und niemand braucht mehr panisch auf sein Smartphone schauen, ob der Akku denn noch hält. Kann ich die App nicht mehr aufrufen, komme ich auch nicht ins Geschäft«, findet Betriebswirt Tobias Krischer ganz alltägliche Beispiele, warum sich die Covid-Card auch in der »digitalen Generation« großer Beliebtheit erfreut. »Die Covid Card ist nicht nur unglaublich nützlich, sie kann auch dem Nachwuchs sorgenfrei mitgegeben werden, wenn Kinder jetzt verstärkt immunisiert werden sollen«, weiß Knieps.

Seit dem Spätsommer ist das Produkt auf dem Markt, dutzende Bestellungen gehen mittlerweile täglich ein. »Und das obwohl es namhafte Konkurrenz gibt«, sind die Beiden von ihrer Karte überzeugt.  Die Funktionalität jeder Karte wird vor Versand geprüft und erfolgt über die Deutsche Post AG. Der Datentransfer ist SSL verschlüsselt, sodass keine Weitergabe der Daten an externe Produktionsdienstleister garantiert ist.

Neben den Stammdaten des Kunden ist das Impfzertifikat (QR-Code) aufgedruckt, mittels dessen der Impfstatus nachgewiesen werden kann. Der Scan mit der CovPass-Check-App funktioniert wie bei den alternativen Ausweismöglichkeiten. »Die Daten unserer Kunden werden auf einem deutschen Server hinterlegt und ausschließlich für die Erstellung der Covid-Card genutzt«, versichert Tobias Krischer.

Online bestellen

Das digitale Impfzertifikat als praktische Scheckkarte kostet 9,99 Euro und kann ausschließlich über die Homepage www.covid-card.org erworben werden. Dort muss man nur den QR-Code als Foto hochladen und binnen zwei bis vier Tagen kommt die Covid-Card zu Hause an.
Die Auffrischungsimpfung läuft bereits auf Hochtouren, auch eine vierte Impfung wird es wohl geben. Die Aktualisierung des Impfstatus kann wieder hochgeladen werden und es wird eine neue Karte zum vergünstigten Preis (5,00 Euro) erstellt.

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Kommentar von Tobias Krischer
Hallo Herr Johnen,

vielen Dank für Ihr Feedback. Wir haben Ihnen soeben eine E-Mail gesendet. Der Sachverhalt lässt sich sicherlich schnell aufklären.

Herzliche Grüße
Tobias Krischer
Kommentar von Willi Johnen
Ich habe die Karte bestellt und erhalten und hatte schon die dritte Impfung zu diesem Zeitpunkt.
Ich war heute in der Corols-Therme Aachen. Dort hat man mir mitgeteilt, dass die Karte so nicht akzeptiert wird weil angeblich nicht zu ersehen ist ob ich 3mal geimpft bin.
Kann das stimmen?
W.Johnen

AOK zieht sich aus Cochem zurück

Cochem. Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber dem Cochemer WochenSpiegel. Ausschlaggebend für die Überlegungen waren demnach auch die Erfahrungen und Folgen der Corona-Pandemie. Jan Rößler: »Die Beratung am Standort Cochem endete am 16. März 2020 aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie. Aufgrund des geänderten, generellen Kundenverhaltens schon weit vor der Pandemie, eben in Richtung digitaler und telefonischer Kontaktkanäle, wird die Beratung in Cochem, als kleinerer Standort, nicht wieder aufgenommen.« Die Beratung der Mitglieder der AOK soll nun unter anderem durch Kundenberaterinnen und Kundenberater auch zu Hause im Rahmen des Außendienstes erfolgen. Alle Arbeitsplätze bleiben, nach Angaben von AOK-Pressesprecher Jan Rößler, in der Region erhalten. »Nach Beendigung der Beratungsstelle Cochem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im nächst erreichbaren Kundencenter (etwa Daun, Simmern, Mayen) weiterhin für unsere Versicherten aktiv.« Stadtbürgermeister Walter Schmitz bedauert auf Anfrage des WochenSpiegel den Weggang. »Jeder Arbeitsplatz, der in Cochem weggeht, tut uns weh. Wenn aber dann eine Institution wie eine Krankenkasse weggeht, die den Charakter einer Kreisstadt mitprägt, ist dies besonders schmerzlich.«  Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber…

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