Mit dem Golfschläger durch die Natur

In Simonskall entsteht ein Adventure-Golf-Platz

Simonskall. Die Zeiten, in denen Simonskall von ein paar Seniorengruppen besucht und Motorradfahrern gestreift wurde sind endgültig vorbei. Nachdem im Vorjahr der »BikePark Hürtgenwald« zwischen dem Vossenacker Kloster und dem idyllischen Kleinod eröffnet wurde, steht nun eine weitere Attraktion für Jung und Alt in den Startlöchern: Adventure Golf.

Pünktlich zum ersten sommerlichen Wochenende hat der Bagger auf einem 4.000 Quadratmeter großen Areal seine Arbeit aufgenommen, wo eine Adventure Golf-Anlage entstehen soll. »Adventure Golf ist ein Sport für Jedermann, die perfekte Mischung aus klassischem Golf und der Mini-Variante«, ist Manuela Baier voller Vorfreude. Sie betreibt seit Anfang 2015 das Landhotel Kallbach in Simonskall und hatte nun die Idee, die neue Trendsportart aus den USA in der Eifel bekannt zu machen.

Der Unterschied zum Mini-Golf ist, dass Adventure Golf nicht auf Beton gespielt wird. »Unser 18 Loch-Platz wird aus naturidentischem Kunstrasen bestehen und harmonisch in die Eifeler Landschaft eingepasst«.

Naturhindernisse

»Wir werden tolle Naturhindernisse für die Spieler bauen«, erklärt Baier. So werden urige Holzhütten errichtet, durch die der Golfball gespielt werden muss, knifflige Wasserräder aufgestellt oder herausfordernde Sandbunker erbaut.

Prominente Golfer

»Bauerngolf in Vossenack hat sich bereits bewährt«, unterstreicht Bürgermeister Axel Buch. Er freue sich schon auf die erste Partie im herrlichen Kalltal. Kontrahent könnte dann Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn, selbst passionierter Golfer, sein: »Das ist eine tolle Idee, das etwas biedere Golfen im Club salonfähig zu machen.« Einheimische wie Touristen gleichermaßen werde das neue Angebot nach Simonskall locken. Beim Ausbau des Golfplatzes, dessen Bahnen bis zu 50 Meter lang sind, legt Manuela Baier Wert auf regionale Produkte: »Stein, Holz, Rindenmulch und Findlinge, so wie sie in der Natur vorkommen, werden verbaut«.

Tourismus-Magnet

»Wir versprechen uns von dem Adventure-Golfplatz die Attraktivität der Region für Touristen und unsere Hotelgäste weiter auszubauen«, versichert die innovative Geschäftsfrau. »Sie jammern nicht, Sie packen an«, stellt Spelthahn fest und lobt das Engagement der Hotelbetreiberin zum Wohle des Tourismus. Gerade auch, weil es eine rein private Investition ist. »Sie haben Mut und das Glück des Tüchtigen«, so der Landrat.

»In Simonskall tut sich was«, unterstreicht Axel Buch. Manchmal tue es gut, einen Blick von außen auf die Region zu werfen und Eingefahrenes aufzubrechen. So sei der Bike-Park schon knapp ein Jahr nach der Eröffnung ein großer Erfolg und die Adventure-Golf-Anlage werde es sicherlich auch.

18 Löcher zum Glück 

Adventure Golf vereint die Disziplinen »Abenteuer« und »Golf«, wobei auch wesentliche Merkmale des Minigolf zu erkennen sind. Die Anlage in Simonskall wird 18 Bahnen in unterschiedlichen Längen zwischen 10 und 50 Metern haben. Die einzelnen Bahnen werden ähnlich wie bei Golfplätzen in einem landschaftlich gestalteten Gelände eingefügt. Verschiedene Schwierigkeitsgrade, das Regelwerk des Deutschen Golf Verbandes und eine vorgegebene Par-Zahl dienen als Richtschnur. Gespielt wird auf naturidentischen Rasenbahnen; die Hindernisse bestehen aus Sandbunkern, Tunnelsystemen, Holz- und Stahlelementen, Steinformationen und Wasserhindernissen

Und ganz nebenbei ruft Manuela Baier mit dem Landrat einen Wettstreit aus: »Wir wollen noch vor den Sommerferien eröffnen. Hoffentlich sind bis dahin die Straßenbauarbeiten zwischen Simonskall und Kallbrück abgeschlossen...«

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