Bezirksschülervertretung bemängelt fehlendes Konzept

Neues Gremium übt Kritik an Landesregierung

Kreis Euskirchen. Nach der Entscheidung von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer vom vergangenen Donnerstag, sind in dieser Woche nach dem Ende der Osterferien wieder viele Schüler im Kreis Euskirchen im Distanzunterricht. Die neu konstituierte Bezirksschüler­vertretung im Kreis Euskirchen teilt mit, dass sie diese Beschlüsse zunächst für nachvollziehbar halte, berücksichtige man die rapide steigenden Inzidenzwerte. »Dennoch fehlt uns ein klares Konzept um den Schülerinnen und Schülern die Sicherheit zu geben, die in den letzten Monaten gefehlt hat. Wir haben einen Anspruch auf klare Aussichten wie das Schuljahr für uns weitergehen soll«, so Marlene Metternich, Sprecherin der Vertretung.

Die Bezirksschüler­vertretung fordert einen langfristigen Plan, der den Schulen Sicherheit und Planungssicherheit garantiert, damit der Unterricht online angemessen vertreten werden könne. Zudem stelle sich der Bezirksvorstand die Frage, inwieweit eine Woche Distanzunterricht die Inzidenzwerte eindämmen könne. »Die Schüler fühlen sich in der momentanen Situation alleine gelassen und brauchen umso mehr Sicherheit«, so Metternich.
Da niemand wisse, wie sich die Situation in Zukunft entwickele, könnten nach Ansicht der Vertretung bereits jetzt gute Konzepte für alle Eventualitäten erarbeitet werden.  

Es gebe zwar bessere digitale Ausstattungen als vor einem Jahr, dies sei aber für nicht jeden Schüler realisiert worden. Eine Chancengleichheit könne also nicht mehr garantiert werden. „Die Schüler die ohnehin dem Unterricht nicht mehr folgen können, werden möglicherweise langfristig damit kämpfen müssen“, erklärt Ida Görlitz Mitglied des Bezirksvorstands. Zudem dürfe das Wohl von Schülern dabei nicht außer Acht gelassen werden. »Durch den Lockdown und Distanzunterricht, nehmen psychische Probleme sowie häusliche Gewalt immens zu. Die Schule als Safespace bricht dabei gänzlich weg. Es braucht angemessene Konzepte, um Schülerinnen und Schüler in diesen Zeiten nicht alleine zu lassen«, betont Görlitz. Demnach brauche es eine Unterstützung und Verstärkung im Bereich der Sozialarbeit, so die Forderung der Bezirksschülervertretung.

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