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Eifelsteig wertet die Region auf

Nettersheim. Der Eifelsteig wird zehn Jahre alt. In Nettersheim ließ die Eifel Tourismus GmbH die erste Dekade des Premium Wanderwegs mit einigen Gästen Revue passieren. Die Bilanz ist dabei sehr positiv.

Klaus Erber ist der erste Vorsitzende des Deutschen Wanderinstitutes und deshalb mit zuständig für die Zertifizierung von Wanderwegen. Den Eifelsteig kennt Erber gut, schließlich wurde der Premium-Wanderweg bereits dreimal von seinem Institut zertifiziert.
Die letzte Überprüfung fand im vergangenen Sommer statt und das Ergebnis ist ein positives Zeugnis der Bemühungen, den Weg als überregional vermarktbares Produkt zu etablieren.
»Der Eifelsteig ist jedes Mal besser geworden«, lobt Erber. Bekam er bei der ersten Zertifizierung noch 40 Erlebnispunkte, so vergab das Institut nun 61 Erlebnispunkte.
»Damit bemessen wir die Erlebnisdichte auf dem Weg«, erläuterte Erber und betont, dass die Punktzahl sehr hoch ist für einen Weg dieser Länge. Nur einen Weg gäbe es, der 66 Punkte hätte. »Der Eifelsteig hat ein unheimlich hohes Niveau«, betonte Erber.

1,3 Millionen Aufrufe pro Jahr

Dieses Lob war natürlich ein tolles Geburtstagsgeschenk für die Eifel Tourismus GmbH, die mit den Wegbegleitern zehn Jahre Eifelsteig in der Taverne in Nettersheim feierte.
Dass der Eifelsteig nicht nur gut bewertet wird, sondern auch gut angenommen wird – jährlich wird die Seite des Premiumwanderwegs 1,3 Millionen Mal im Netz aufgerufen – liegt auch daran, dass die Wege in Schuss gehalten werden und die Gastgeber entlang des Weges sich vernetzt haben, um beispielsweise mehrtägige Pauschalangebote machen zu können.
Dass sich das ausgezahlt hat, konnte Tobias Stadtfeld, der Inhaber der Heidsmühle Manderscheid, bestätigen. Stadtfeld ist einer der Sprecher von 50 Betrieben, die sich entlang des Steiges vernetzt haben. Sein eigenes Haus liegt etwa zweieinhalb Kilometer vom Weg entfernt. Dennoch hat sich der Eifelsteig deutlich ausgewirkt. Vor der Eröffnung des Weges im April 2009 war das Haus mit zwölf Zimmern zwischen Ostern und Allerheiligen zu 60 Prozent ausgelastet. Seitdem hat Stadtfeld zwölf weitere Zimmer angebaut und die Auslastung liegt nun bei 92 Prozent. Seine Beobachtung ist zudem, dass Eifelsteig-Wanderer gerne wiederkehren und dann für länger als eine oder zwei Übernachtungen bleiben.
Dass der Weg so gut in Schuss ist, das ist den Wegepaten zu verdanken. 26 Helfer aus dem Eifelverein laufen jede Etappe zweimal im Jahr ab und reparieren kleinere Schäden, melden Veränderungen und Probleme und sorgen dafür, dass die Wanderer sich nicht verlaufen können. Zusätzlich kümmert sich der Eifelverein auch um die 500 Kilometer Partnerwege, die rings um den Eifelsteig existieren. »Die Wegepaten sind Auge und Ohr an der Strecke«, erklärte der zentrale Wege-Manager Matthias Irle, der die aufwändige Zusammenarbeit entlang der Strecke koordiniert.
In Zukunft, so erklärten Wolfgang Reh und Eifel Tourismus-Geschäftsführer Klaus Schäfer, soll der Eifelsteig emotionaler vermarktet werden und Angebote geschaffen werden für Kunden, die mehr Zeit für sich und für Entspannung suchen. Zudem sind einige Plätze zum Ausruhen geplant, die ihre Umgebung aufwändig in Szene setzen.

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Kommentar von Franz Krausen
Ich bin den Eifelsteig im Juli komplett dieses Jahre gegangen, in 14 Tagen.
Wäre ich ihn im Sinne von Eifeltourismus gegangen, hätten mich die 2 Wochen ca. 1200,- EU gekostet.
Dafür kann man einen tollen Urlaub machen.
Also habe ich ich 5 Jugendherberge genommen, mehr gibt es auf dem Eifelsteig nicht, und mich zum Teil selber verpflegt und ohne Zelt, ist ja verboten habe im freien geschlafen.
Also Low Budget Tour und kam so auf 400.-€.
Aber ohne kostspielige hin und her Fahrerei.
Das kann natürlich nicht im Sinne des Tourismus sein.