Neue Gesetze bringen Chancen

Kreis Euskirchen. Das Jahr 2018 war für die Bundesagentur für Arbeit Brühl ein erfolgreiches Jahr. Doch 2019 soll noch besser werden. Dafür sorgen neue Gesetze sorgen, die Chancen für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Arbeitslose bieten.

»Das Jahr 2018 war für uns ein gutes Jahr. Es ist uns gelungen, viele Menschen in Arbeit zu bringen und die Zahl der Arbeitslosen im Dezember auf einen Rekordniedrigwert mit 4,1 Prozent zu bekommen. Die Arbeitslosenquote hat sich zudem gut entwickelt  und - das ist mir sehr viel wert - die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Kreis Euskirchen ist nochmals angestiegen«, bilanzierte Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl.  

2019 erneut Rückgang der Arbeitslosenquote

Vor zehn Jahren hätte Rainer Imkamp von der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten noch geträumt: 2008 waren es rund 45.700  Menschen,  2018 stolze 25 Prozent mehr, nämlich circa 57.200 Euro.  »Noch nie war diese Zahl höher«, ergänzt er. Und es sei noch kein Ende der Beschäftigungssteigerung in Sicht. Der Trend halte seit Jahren an. Dies sei ein deutliches Zeichen für Wachstum. »Der Arbeitsmarkt ist so aufnahmefähig wie noch nie. Ich gehe daher auch 2019 von einem weiteren Rückgang bei der Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen aus«.
Erfreulich ist auch, dass es weniger Langzeitarbeitslose im Kreis Euskirchen gibt (-6,7 Prozent zum Vorjahr 2017). »Viele Arbeitgeber scheinen sich für die Menschen zu öffnen, aber das sind noch lange nicht genug«, so der Arbeitsmarktexperte.

Geld für Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen

Deshalb komme das Gesetz zur Verbesserung der Teilhabe Langzeitarbeitsloser gerade zur rechten Zeit. »Es ist zum 1. Januar in Kraft getreten. Ebenso wie das neue Qualifizierungschancengesetz gehört es zu den Chancen, die der Arbeitsmarkt 2019 sowohl für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Arbeitsuchende bietet.
Denn mit zuerst genanntem soll in Arbeit investiert statt Arbeitslosigkeit finanziert werden. »Arbeitgeber, die einen Langzeitarbeitslosen, also jemanden, der seit mindestens sechs Jahren Hartz4 bezieht, einstellen, erhalten die ersten zwei Jahre eine 100-prozentige Lohnförderung«, erklärt Rainer Imkamp. Die nächsten drei Jahre ist die Förderung degressiv.  »Diese Menschen werden sozialpädagogisch begleitet, denn das Leben was sie dann führen, ist ein vollkommen anderes und wir wollen, dass es funktioniert«.

Weiterbildung wird gefördert

Mit dem Qualifizierungschancengesetz möchte die Agentur für Arbeit allen Arbeitnehmern die Möglichkeit zur Weiterbildung geben. Diese wird finanziell unterstützt. Imkamp: »Wir fördern alles, was vernünftig ist«. Der Agentur für Arbeit Brühl stehen 25 Millionen Euro zur Verfügung, die sie unter anderem in Weiterbildungsmaßnahmen stecken darf. Für die finanzielle Belastung durch das Teilhabegesetz kommt das Jobcenter  auf. »Die Gesetze sind für alle eine Chance, sich für die Zukunft zu rüsten«.

Lebensbegleitende Berufsberatung

Eine Herausforderung ist für die Agentur für Arbeit Brühl das selbstgesteckte Ziel, die lebensbegleitende Berufsberatung auszubauen. Zwar gehe man schon in die Schulen, doch die Präsenz solle verstärkt und ausgebaut werden, indem auch Hochschule und Berufsschulen dazu kommen. Damit wolle man Schul- und Ausbildungsabbrüche vermeiden.  »Außerdem möchten wir auch Erwerbstätigen eine Berufsbegleitung bieten«, so Imkamp. Seine Strategie ab 2019: »Wir wollen eine richtige Beratungsinstitution werden«.

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