Damian Meiswinkel: Schöpfer von Eifelschleifen & Eifelspuren

Kreis Euskirchen erhält ein attraktives Wegenetz

Kall. »Das muss ein Traumjob sein« - so der erste Gedanke bei der Begegnung mit Damian Meiswinkel. Dieser Mann soll mit »Eifelschleifen und Eifelspuren« das Tor in die Wanderwelt von Morgen aufstoßen.

Toll, wenn man den ganzen Tag draußen sein kann, Wege abläuft und die schönsten Wanderstrecken im Euskirchener Kreisgebiet sucht. »So ist es leider nicht«, lacht Damian Meiswinkel, »tatsächlich bin ich nur selten draußen und verrichte den Großteil der Arbeit am Computer.« Er ist seit kurzem als Projektmitarbeiter bei der Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung angestellt und seine Aufgabe besteht darin, das Projekt »Wanderwelt der Zukunft - Eifelschleifen & Eifelspuren« zu entwickeln.

Wandernetz

Seinen Arbeitsplatz hat er in der Geschäftsstelle der Nordeifel Tourismus GmbH im Bahnhofsgebäude Kall, um so mögliche Synergien nutzen zu können. Meiswinkel kennt sich dort aus. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung studierte er an der Universität Trier angewandte Geographie mit dem Schwerpunkt Tourismus und Freizeit - und er schrieb seine Abschlussarbeit bei der Nordeifel Tourismus GmbH in Kall. Anschließend war er als Touristiker in Gerolstein tätig. Und jetzt steht er vor der spannenden Aufgabe, im Kreis Euskirchen ein Wandernetz zu etablieren, das künftig viele Menschen zum Wandern in die Region locken soll.

Eifelschleifen

»Das Projekt«, so Meiswinkel, »ist in vier verschiedene Bausteine gegliedert.« Zunächst gehe es darum, das gesamte Wanderwegenetz einer Qualitätskontrolle zu unterziehen. Derzeit sind viele Mitglieder aus den Eifelvereinen unterwegs, um die vorhandenen Wege zu bewerten. Dazu werden rund 1.500 Kilometer abgewandert. Nach den Qualtätsbewertungen wird dann das Wegenetz auf rund 900 Kilometer abgespeckt. »Das hat den Vorteil, dass das Wegenetz nicht nur qualitativ hochwertig wird, sondern auch einfacher in Schuss zu halten ist«, so Meiswinkel. Zudem werden die bisherigen Markierungen entfernt und eine einheitliche Beschilderung angebracht. Das Wegenetz der Stadt Schleiden könne da getrost als Beispiel herhalten. Diese neu konzipierten örtlichen Rundwanderwege sind dann die »Eifelschleifen«.

Eifelspuren

Zusätzlich zu den Eifelschleifen wird es im gesamten Kreisgebiet 15 bis 20 thematische Qualitäts-Rundtouren geben - die »Eifelspuren«. »Hier«, erläuertert Meiswinkel, »orientieren wir uns durchaus an den sehr erfolgreichen Traumpfaden im benachbarten Rheinland-Pfalz«. Auch die »Eifelspuren« sind besonders inszenierte Wege, die eine Geschichte erzählen und Besonderheiten der Region herausstellen sollen. Nicht außen vorgelassen werden natürlich die prominenten Fernwandwege wie Eifelsteig, Römerkanal-Wanderweg, AhrSteig oder die reformierten Hauptwanderwege des Eifelvereins. Sie werden über Verbindungen an die neuen Wege angedockt.

Abstimmungsphase

»Momentan«, gibt Meiswinkel einen Einblick in seine Arbeit, »befinden wir uns in der Abstimmungsphase mit den wichtigen Projektpartnern wie dem Eifelverein, dem Nationalpark, dem Forst, der Jagd, den Naturparken und den Touristikern.« Weitere Bausteine sind die Beratung und die Qualifizierung der touristischen Leistungsträger und Dienstleister sowie das Marketing. »Wichtig wird auch der Aufbau eines Wegemanagementsystems«, so Meiswinkel. Die Zweckbindung der Förderung laufe über 15 Jahre und daher braucht es auch ein finanzierbares Unterhaltungssystems. 

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