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TV-Prominenz für die Hilfsgruppe im Einsatz

Krekel. Petrus muss ein „Waldi-Fan“ sein, anders ließ sich das plötzliche Bilderbuchwetter am letzen Wochenende kaum erklären. Bei strahlendem Sonnenschein strömten zahlreiche Besucher nach Krekel, um bei „Waldi´s Sommerfest“ nicht nur zu stöbern und zu feilschen, sondern auch um der angereisten TV-Prominenz hautnah zu begegnen, denn die war an beiden Tagen reichlich vertreten.

Der Krekeler Walter Lehnertz hatte für die Veranstaltung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel sämtliche Kollegen aus der ZDF-Fernsehsendung „Bares für Rares“ mobilisiert. Und alle kamen, bis auf Horst Lichter, der auf halber Strecke wegen eines Unfalls im Stau stecken geblieben war. Auf einem großflächigen Antik- und Trödelmarkt wurde an rund 25 Ständen ein kunterbuntes Sammelsurium anboten. Mit Live-Musik aus Mönchengladbach konnte man bei kühlen Getränken und warmen Speisen aber auch einfach einmal stiller Beobachter sein. Mit von der Partie war auch Manfred Ludolf, einer der vier Ludolf-Brüder aus der gleichnamigen Doku-Soap.

„Handstand-Lucki“ auf dem Boden geblieben

Der Händler Ludwig Hofmaier, genannt „Lucki“, war an beiden Tagen stets umringt von Fans und Menschen, die ihre Altertümchen schätzen lassen oder ein Autogramm erjagen wollten. Hofmaier ist aber nicht nur seit mehr als 50 Jahren in der Trödelszene unterwegs, sondern war Deutscher Meister im Bodenturnen und Bayerischer Meister im Kunstturnen. Bereits mit sieben Jahren spazierte er auf den Händen über den Dachfirst seiner Eltern. 1967 begab er sich dann auf eine 1070 km lange Pilgerreise von Regensburg nach Rom, die er ebenfalls auf den Händen zurücklegte.

Auf diese Art der Fortbewegung verzichtet „Lucki“ heute lieber, im Rampenlicht steht der sympathische, schüchtern wirkende Bayer aber immer noch gerne. Und seine Fans lieben ihn. „Der Ludwig hat so eine charmante Art, ist immer höflich und zuvorkommend, vor allem zu den Frauen und fachlich so kompetent. Wir lieben die Sendung und den Ludwig“, schwärmten zwei seiner weiblichen Fans.

Aber auch alle anderen Händler und Experten hatten gut zu tun und kamen bei den sommerlichen Temperaturen mächtig ins Schwitzen. Es wurde signiert, fotografiert, gefilmt, gebusselt und gedrückt. Und einer war immer mittendrin und genoss den Rummel ganz besonders: Walter „Waldi“ Lehnertz. „Was hier los ist, ist bärenstark, ich bin stolz wie Oskar“, freute sich Waldi und ergänzte: „Wenn du eine Woche hier wie ein Wahnsinniger mit vielen Freunden, Familie und Kumpels geackert hast und jetzt siehst, was hier los ist und wie es allen gefällt, dann bin ich da richtig mächtig stolz drauf, das ist die beste Kundschaft die es gibt. Aber ohne die vielen Helfer wäre das alles nicht realisierbar.“

Den Waldi-Fans war kaum ein Weg zu weit. Ein Paar reiste eigens aus Ostfriesland an, treue Fans, die bei jedem Event dabei seien, „obwohl der Mann mit Antiquitäten nicht viel am Hut hat“, wie Walter Lehnertz erzählte. Auch Gäste aus den Niederlanden nahmen die gut zweistündige Fahrt in die Eifel in Kauf. „Wir sind große Fans der Sendung und freuen uns, hier alle einmal live zu treffen.“

Auktion für die Hilfsgruppe Eifel

Seit über zwanzig Jahren kennen sich Walter Lehnertz und Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. „Waldi ist ein Typ“, sagte Willi Greuel lächelnd. „Er hat uns schon immer unterstützt und geholfen, wo er konnte“. Die Händler und Experten hatten verschiedene Schmuckstücke und Antiquitäten aus ihrem Bestand für eine Auktion zur Verfügung gestellt. Das Highlight waren aber zweifelsfrei die Miniaturen des „Bares-für- Rares“-Teams, die ein befreundeter Künstler aus Ton gefertigt hatte. Von allen signiert, kamen diese ebenfalls unter den Hammer. Insgesamt kamen an diesem Wochenende rund 3.200 Euro für die Hilfsgruppe Eifel zusammen. „Ein tolles Ergebnis“, freute sich Willi Greuel.

Bei Walter Lehnertz heißt es jedoch: „Nach dem Fest ist vor dem Fest“, ein nächstes Event ist bereits in Planung: Im September wird es eine Ausstellung mit Gemälden von Manfred (Manni) Ludolf geben. Zu diesem Anlass will er auch jungen Künstlern die Gelegenheit geben, ihre Werke auszustellen.

Text und Fotos: ProfiPress

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