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Aus für die Eifelhöhen-Klinik Marmagen

Insolvenzverwalter konnte keinen Investor finden

Marmagen. Ende nach 40 Jahren: Der Insolvenzverwalter der Eifelhöhenklinik Marmagen GmbH hat - so die Mitteilung der Eifelhöhenklinik AG - mitgeteilt, dass der vielversprechend begonnene Investorenprozess abgelaufen sei und trotz intensiver Verhandlungen kein Interessent bereit war, ein bindendes Angebot für den Betrieb der Rehaklinik in Marmagen abzugeben. Folge: Bereits Ende Februar wird der Klinikbetrieb beendet, die Einrichtung wird geschlossen und die rund 226 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

Aufgrund des Schließungsbeschlusses des Insolvenzverwalters würden nun Gespräche durch die Eifelhöhenklinik Marmagen GmbH mit dem Betriebsrat dieser Gesellschaft über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufgenommen werden. So heißt es in der Mitteilung, die von Dr. Markus-Michael Küthmann, Vorstandsvorsitzender der Eifelhöhenklinik AG, und dem Vorstand Dipl.-Oec. Lothar Lotzkat unterzeichnet ist.

Insolvenzantrag

Die Eifelhöhenklinik Marmagen GmbH hatte am 4. November 2019 einen Insolvenzantrag gestellt, weil die Geschäftsführung aufgrund einer behördlichen Ordnungsverfügung über die vorläufige Schließung des Patientenbetriebes keine positive Fortführungsprognose mehr sah. Am 25.Oktober 2019 hatte der Landkreis Euskirchen zunächst einen Patientenaufnahmestopp verhängt, der wenig später durch eine vorläufige vollständige Schließung des Patientenbetriebes durch die Gemeinde Nettersheim ergänzt wurde. Begründet wurden diese Maßnahmen seitens der Behörden unter anderem mit Hygienemängeln und der nicht sachgemäßen Lagerung von Medikamenten sowie mit Vorgaben für Personalschlüssel.

Schwerer Schlag für die Region

Die Schließung der Klinik sei für die vielen engagierten Mitarbeiter und Patienten sowie auch für die Region ein schwerer Schlag, so heißt es weiter. Die Eifelhöhenklinik AG werde im Rahmen ihrer Möglichkeiten Zukunftsoptionen für die Klinik am Standort Marmagen prüfen und bedauere die eingetretene Entwicklung. Die Fachklinik habe in 40 Jahren mehr als 150.000 Patienten behandelt.

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Kommentar von Ursula Di Mascio
Die Schließung macht mich betroffen. Ich war mit meinen Reha-Aufenthalten in 1992 und 1993 sehr zufrieden. Das Personal war freundlich und kompetent, das Essen gut und abwechslungsreich. und nach den Anwendungen hatte man ausreichend Gelegenheit, sich zu entspannen, das Angebot war groß. Auch lud die schöne Umgebung, vor allen Dingen der herrliche Park, zu Spaziergängen ein, wenn man dazu in der Lage war. Und Hygienemängel? Nein, die sind mir nicht aufgefallen.
Einziges und großes Minus: die Zweibettzimmer waren leider sehr beengt. Man musste sich eben mit der anderen Patientin arrangieren, was manches Mal nicht einfach war. Die netteste Mitbewohnerin war übrigens eine Nonne.
Es ist jedenfalls schade, dass nur eine Ruine übrigbleibt, besonders das Personal tut mir leid.
U. Di M