Ein "Lockdown"-Tag am See

Mendig. Das Wetter hat in der vergangenen Woche regelrecht zum Aufenthalt im Freien eingeladen. Stahlblauer Himmel und klare Luft bildeten den perfekten Rahmen für Spaziergänge, Radtouren oder um zu joggen - auch am Laacher See.

Alleine sind die Freizeitbeschäftigungen kein Problem, aber in Rheinland-Pfalz gilt die 12. Corona-Bekämpfungsverordnung und die sagt: "Freizeit- und Amateursportbetrieb ist nicht mehr erlaubt - mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit Personen aus dem eigenen Hausstand".

Da stellt sich die Frage: Wie wird die Verordnung von der Bevölkerung angenommen? Ein nicht repräsentativer Check auf einer Runde um den Laacher See sollte zumindest einen Eindruck vermitteln. Eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Region ist an diesem Novembenachmittag das Ziel vieler Erholungssuchender, die - so die Kennzeichen der Autos auf dem Parkplatz an der Abtei - vornehmlich aus der näheren Umgebung kommen. Eine Frau aus Mayen ist mit einer Freundin unterwegs. "Wir wandern öfter zusammen und pflegen unsere Freundschaft. Weil wir zu zweit sind dürfen wir das", erzählt sie. Ein Beispiel, das rund um den See immer wieder zu sehen ist. Die Menschen halten sich an die Corona-Verordnung. In den Geschäften der Benediktinerabtei ist es, so der Eindruck von Sebastian Kriesmer von der Klosterverwaltung, schon etwas ruhiger geworden. "Ein Grund ist sicher auch, dass die Gastronomie wegen des Lockdowns nicht öffnen darf. Wenn das wieder der Fall ist, werden wir wegen des ,Seehotel‘-Umbaus ein Angebot in der alten Klostergaststätte schaffen", so Kriesmer.

Foto: Pauly

www.maria-laach.de

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.