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Inzidenz am vierten Tag in Folge unter 100

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung erstgeimpft

Kreis Vulkaneifel. Am heutigen Freitag liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Vulkaneifel bei 62,7. Langsam steigen die Aussichten auf den Wegfall der "Bundesnotbremse" und Lockerungen der Regeln.

Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Vulkaneifel sinkt weiter. Am heutigen Freitag, 30. April, liegt sie bei 62,7 und somit bereits am vierten Tag in Folge unter 100. Gegenüber dem gestrigen Donnerstag (74,2) ist die Inzidenz somit noch einmal deutlich gesunken. Bleibt die Inzidenz weiterhin so niedrig, könnten die Regeln der "Bundesnotbremse", die seit dem 24. April in der Vulkaneifel gelten, bald gelockert werden. Die Kreisverwaltung erklärt dazu, dass dies "Bundesnotbremse" gemäß des Infektionsschutzgesetzes dann aufgehoben werden kann, "wenn die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 an fünf Werktagen in Folge nicht überschreitet. Sonn- und Feiertage sind hier ausgenommen, unterbrechen die Zählung jedoch nicht. Ist dies der Fall dann tritt am übernächsten Tag die 'Bundesnotbremse' außer Kraft."

Fünf Tage unter 100 - und dann fällt die "Bundesnotbremse" weg - so einfach machen es die Regeln leider nicht. Erstmals unterschritten wurde die Marke der 100 zwar an diesem Dienstag, 27. April. Dennoch gilt der Dienstag nicht als erster Tag, an dem die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 lag. Warum? Es ist komplizierter, als es scheint. Das Gesundheitsamt des Landkreises Vulkaneifel liefert die tagesaktuellen Zahlen unmittelbar am gleichen Tag ans Land. Von dort aus werden sie ans Roland-Koch-Institut (RKI) weitergeleitet. Verbindlich für den Stichtag ist die Veröffentlichung der Zahlen auf der Internetseite des RKI - dies geschieht allerdings immer erst am Folgetag. Somit gilt der Mittwoch, 28. April, als erster Tag, an dem die Sieben-Tage-Inzidenz in der Vulkaneifel erstmals unter 100 lag.

Das bedeutet also nun, dass der heutige Freitag "offiziell" der dritte "Unter-100-Tag" in der Vulkaneifel ist. Damit die "Bundesnotbremse" außer Kraft tritt, muss die Inzidenz also noch vom morgigen Feiertag, Samstag, 1. Mai, bis einschließlich Dienstag unter 100 bleiben. Sollte das der Fall sein, kann die "Bundesnotbremse" gemäß Bundesinfektionsschutzgesetz zwei Tage später außer Kraft gesetzt werden - also am Donnerstag, 6. Mai. Ab dann könnten somit die Regelungen der 19. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes-Rheinland-Pfalz gelten und es somit erste Lockerungsschritte in geben.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Vulkaneifel hat seit dem gestrigen Donnerstag fünf weitere Personen gemeldet, die positiv auf mit SARS-CoV-2 getestet wurden. Hierbei handelt es sich in zwei Fällen um enge Kontaktpersonen zu bereits positiv getesteten Fällen und um drei neue Einzelfälle. Somit gelten aktuell 128 Personen mit Wohnsitz im Landkreis Vulkaneifel als akut mit COVID-19 infziert. Davon befinden sich derzeit neun Personen in stationärer Behandlung. Seit Beginn der Pandemie gibt es bisher 58 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19.

Die Anzahl der bisher positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen mit Wohnsitz im Landkreis Vulkaneifel erhöht sich somit seit Beginn der Zählung im März 2020 auf insgesamt 1879 Personen. Aus der häuslichen Isolation/ Quarantäne konnten nach den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes seitdem als genesen bislang insgesamt 1693 Personen entlassen werden, sechs Personen seit dem gestrigen Tag.

Stand der Impfungen

Wie das Landesimpfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim mitteilt, wurden dort bis einschließlich gestern 17.436 impfwillige Personen gegen COVID-19 geimpft. Dies entspricht 28,75 % der Bevölkerung des Landkreises Vulkaneifel. Davon haben bereits 6.949 Personen die notwendige zweite Impfung erhalten. Das entspricht 11,45 % der Kreisbevölkerung.

Ebenfalls geimpft wird bei zahlreichen niedergelassenen Ärzten. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz haben die niedergelassenen Ärzte im Landkreis Vulkaneifel bis einschließlich gestern insgesamt 4.142 Impfungen durchgeführt. Dies entspricht einer zusätzlichen Impfquote von 6,83 Prozent der Kreisbevölkerung. Somit liegen die Ärzte in der Vulkaneifel auf dem vierten Platz unter allen Landkreisen in Rheinland-Pfalz. Im Landkreis Vulkaneifel hat insgesamt mehr als ein Drittel der Bevölkerung (35,58 %) eine Erstimpfung erhalten.

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Kommentar von Ureifler
35,58 % der Bevölkerung sollen im VE Kreis bereits geimpft sein. Ich, 68 Jahre alt, habe noch keine Impfangebot erhalten. Das wundert mich, ich weiß aber, ich bin nicht allein betroffen.
Darf da Neid aufkommen? Transparenz wäre schön. Mich interessiert nicht so sehr, ob der ehemalige Landrat, nachdem er sich eine Impfung erschwindelt hat auch die zweite erhalten hat.
Bei mir kommen Zweifel auf, ob im VE Kreis alles mit rechten Dingen zugeht.