Sybille Schönhofen (bil)
Alte Kläranlage weicht klimagerechtem Neubau
Die Kläranlage in Mettendorf ist in die Jahre gekommen und wird durch eine neue Kläranlage mitsamt eines Schlammentwässerungszentrums für die VG Südeifel ersetzt. Die jetzige Anlage wurde im Jahre 1963 in Betrieb genommen. "Nach 57 Betriebsjahren ist der Zustand der Kläranlage sowohl baulich als auch verfahrenstechnisch als stark sanierungsbedürftig einzustufen", begründet Harald Schröder, der innerhalb der Südeifelwerke das Bauprojekt koordiniert. Als neuer Standort ist eine verkehrsgünstig gelegene Fläche außerhalb des Ortes an der Landesstraße 4 in Richtung Enzen vorgesehen. Um das Abwasser zur neuen Anlage zu transportieren, wird außerdem ein Pumpwerk mit Druckleitung am bisherigen Standort gebaut.
Entwässerungszentrum für Klärschlämme der Region
Im Rahmen der Baumaßnahme entsteht an der neuen Anlage auch ein stationäres Schlammentwässerungszentrum für die Klärschlämme der Region. In diesem Zusammenhang wies Umweltministerin Ulrike Höfken bei einem Ortstermin in der Südeifel darauf hin, dass neben der Abwasserbehandlung landesweit auch große Aufgaben hinsichtlich der Klärschlammentsorgung anstünden, da die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen eine landwirtschaftliche Verbringung zunehmend erschwerten. Eine beauftragte Studie zur Klärschlammbehandlung in den Verbandsgemeinden Arzfeld, Prüm und Südeifel habe ergeben, dass ein stationäres Schlammentwässerungszentrum für die Region errichtet werden solle. "Dies kann nunmehr mit dem Neubau der Kläranlage auf den Weg gebracht werden", so Höfken. Die Investitionskosten hierfür sind mit zirka 6,5 Millionen Euro kalkuliert. Das Land fördert den Neubau mit 3,9 Millionen Euro. "Mehr als 30 Prozent der rheinland-pfälzischen Bäche und Flüsse haben einen guten ökologischen Zustand erreicht. Es sind jedoch noch immense Anstrengungen erforderlich, um flächendeckend für alle Gewässer im Land die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. Der Neubau der Kläranlage in Mettendorf ist ein wichtiger Mosaikstein in Richtung Zielerreichung", betonte die Umweltministerin bei der Übergabe des Förderbescheids.Fotovoltaikanlage deckt Strombedarf der Kläranlage
Einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz soll eine Fotovoltaikanlage leisten, die den Strombedarf der neuen Kläranlage deckt. Die Ministerin unterstrich, dass die Aufgaben der kommunalen Abwasserbeseitigung mit dem Klimaschutz eine neue Dimension bekommen hätten. "Der Klimawandel und seine dramatischen Auswirkungen machen es erforderlich, dass auch die Wasserwirtschaft nennenswerte Beiträge zur Reduzierung der CO2-Emissionen erbringt. Aus diesem Grund ist geplant, auf den Dächern der neuen Betriebsgebäude und auf den angrenzenden Freiflächen Fotovoltaikanlagen zu errichten, die ca. 200.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr erzeugen und somit den prognostizierten Eigenverbrauch der Kläranlage sogar deutlich übertreffen. Läuft alles nach Plan, beginnen im Mai die Tiefbauarbeiten und Ende 2021 geht die Anlage in Betrieb.Bitburg, Stadt
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