

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Trier ist die Arbeitslosigkeit im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat gestiegen. Insgesamt waren 13.214 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 253 Personen beziehungsweise zwei Prozent mehr als im November und ebenso viele wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Dezember 2024 blieb die Quote unverändert.
Nach Angaben der Agentur entwickelte sich der Arbeitsmarkt trotz des Anstiegs weiter dynamisch. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen lag deutlich über dem Vorjahreswert. Viele Unternehmen hielten an ihren Belegschaften fest und meldeten weiterhin Personalbedarf.
„Im Dezember hat sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Trier gegenüber dem Vormonat stärker erhöht als im Vorjahr. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt in Bewegung“, erklärte Reinhilde Willems, Vorsitzende der Geschäftsführung.
Die Unterbeschäftigung lag im Dezember nach vorläufigen Angaben bei 16.387 Personen. Sie umfasst neben den offiziell Arbeitslosen auch Menschen, die derzeit nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen. Dazu zählen unter anderem geförderte Weiterbildungen, Qualifizierungsangebote oder Programme zur beruflichen Eingliederung. Gegenüber dem Vormonat November stieg die Unterbeschäftigung um 220 Personen beziehungsweise 1,4 Prozent, im Vergleich zum Dezember 2024 sank sie um 133 Personen oder 0,8 Prozent.
Die Arbeitslosen werden statistisch nach Zuständigkeiten unterschieden. Im Rechtskreis SGB III, der von der Agentur für Arbeit betreut wird und vor allem Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld I umfasst, waren 6.391 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 236 Personen mehr als im November und 527 mehr als vor einem Jahr.
Im Rechtskreis SGB II, für den die Jobcenter zuständig sind und in dem überwiegend Bürgergeldempfänger erfasst werden, waren 6.823 Arbeitslose registriert. Das entsprach einem Anstieg um 17 Personen gegenüber dem Vormonat, lag jedoch um 274 Personen unter dem Wert des Vorjahres. Insgesamt wurden 52 Prozent aller Arbeitslosen im Bezirk durch die Träger der Grundsicherung betreut.
Bewegungen am Arbeitsmarkt und Stellenangebot
Im Dezember meldeten sich insgesamt 2.824 Personen arbeitslos, davon 1.167 direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 2.555 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 729 von ihnen nahmen eine neue Beschäftigung auf.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb hoch. 792 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet. Das waren 117 weniger als im November, aber 189 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt befanden sich 4.679 offene Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Die meisten freien Stellen entfielen auf die Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen.
In der Stadt Trier waren im Dezember 4.492 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg um 58 Personen gegenüber dem Vormonat, jedoch einem Rückgang um zwölf Personen im Jahresvergleich. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent.
Im Landkreis Bernkastel-Wittlich stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 2.662 Personen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 4,1 Prozent. Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm nahm die Arbeitslosigkeit zu. Dort waren 1.878 Menschen ohne Arbeit, die Quote lag bei 3,4 Prozent.
Im Landkreis Vulkaneifel wurden 1.494 Arbeitslose gezählt, was einer Quote von 4,4 Prozent entsprach. Im Landkreis Trier-Saarburg waren 2.688 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag dort bei 3,3 Prozent.
In der Grundsicherung sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf 11.267. Insgesamt wurden im Dezember 15.114 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 747 Personen weniger als ein Jahr zuvor.
Die Agentur für Arbeit Trier betonte, dass der Schwerpunkt weiterhin auf Qualifizierung und der Unterstützung von Übergängen in Beschäftigung liege, um das Potenzial der gemeldeten Arbeitslosen für den regionalen Arbeitsmarkt zu nutzen.




