Nico Lautwein

Eifel-Ardennen-Plakette verliehen: Franz Bittner und Georges Calteux ausgezeichnet 

Wallendorf. Franz Bittner und Georges Calteux haben die Eifel-Ardennen-Plakette des Eifelkreises Bitburg-Prüm erhalten. Gewürdigt wurde ihr langjähriger Einsatz für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Europa.

Die Geehrten Georges Calteux (1.v.l.) und Franz Bittner (1.v.r.) im Kreise ihrer Ehefrauen sowie dem Kreisbeigeordneten Rudolf Rinnen.

Die Geehrten Georges Calteux (1.v.l.) und Franz Bittner (1.v.r.) im Kreise ihrer Ehefrauen sowie dem Kreisbeigeordneten Rudolf Rinnen.

Bild: Kreisverwaltung

In der Zehntscheune in Wallendorf sind Franz Bittner und Georges Calteux mit der Eifel-Ardennen-Plakette des Eifelkreises Bitburg-Prüm ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand am 22. Oktober im Rahmen einer Feierstunde statt. Überreicht wurde die Auszeichnung durch Kreisbeigeordneten Rudolf Rinnen. Der Kreistag hatte der Verleihung zuvor einstimmig zugestimmt.

Zahlreiche Gäste aus Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich waren nach Wallendorf gekommen. Wegbegleiter, Freunde und Vertreter verschiedener Institutionen würdigten das langjährige Engagement der beiden Geehrten für die grenzüberschreitende Verbundenheit der Region. Die Ortsgemeinde Wallendorf bot mit der festlich hergerichteten Zehntscheune den Rahmen für die Veranstaltung.

Eine der höchsten Auszeichnungen des Eifelkreises

Die Eifel-Ardennen-Plakette gehört zu den höchsten Auszeichnungen des Eifelkreises. Geehrt werden Persönlichkeiten, die sich über viele Jahre in besonderer Weise um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die praktische Förderung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben.

Aufgrund ihres besonderen Stellenwerts wird die Auszeichnung an höchstens zehn lebende Persönlichkeiten verliehen.

Franz Bittner engagiert sich für Begegnungen über Grenzen hinweg

Franz Bittner prägt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit insbesondere durch sein langjähriges Engagement in der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA). Als Internationaler Präsident hat er die Entwicklung der Vereinigung mitgestaltet, internationale Begegnungen ermöglicht und zahlreiche grenzüberschreitende Projekte begleitet.

Ein besonderes Anliegen sind ihm die Jugendbegegnungen. Sie ermöglichen jungen Menschen aus Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich, andere Kulturen kennenzulernen und persönliche Freundschaften über Grenzen hinweg zu schließen.

Auch internationale Kongresse, Städtepartnerschaften und kulturelle Projekte gehören zu den Bereichen, in denen sich Bittner engagiert. Dazu zählen unter anderem die Konzerte des Eifel-Ardennen-Orchesters. Sein Einsatz trägt dazu bei, die Eifel-Ardennen-Region als Raum der Begegnung und Verständigung zu stärken.

Georges Calteux setzt sich für gemeinsames Kulturerbe ein

Georges Calteux hat sich insbesondere um das gemeinsame kulturelle Erbe der Eifel-Ardennen-Region verdient gemacht. Als Kunsthistoriker, Denkmalpfleger, Autor und langjähriger Leiter des nationalen Denkmalamtes Luxemburg beschäftigte er sich intensiv mit der Geschichte und Baukultur der Eifel, Luxemburgs und der Ardennen.

Mit zahlreichen Veröffentlichungen sowie seinem Engagement bei kulturellen und wissenschaftlichen Projekten trug Calteux dazu bei, die gemeinsamen historischen und kulturellen Wurzeln der Region sichtbar zu machen und zu bewahren.

Darüber hinaus engagierte er sich in vielfältiger Weise für den deutsch-luxemburgischen Austausch. Bei kulturellen Veranstaltungen, wissenschaftlichen Projekten und grenzüberschreitenden Initiativen brachte er Menschen zusammen und förderte den Dialog.

„Ort der Begegnung, des Austauschs und der Freundschaft“

Kreisbeigeordneter Rudolf Rinnen würdigte beide Geehrten in seiner Laudatio: „Unsere Eifel-Ardennen-Region ist mehr als ein geografischer Raum. Sie ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Freundschaft über Grenzen hinweg.“

Franz Bittner und Georges Calteux hätten auf unterschiedliche Weise, aber mit derselben Überzeugung dazu beigetragen, diese grenzüberschreitende Verbundenheit zu stärken und den europäischen Gedanken in der Region mit Leben zu erfüllen, betonte Rinnen.