Julia Borsch

Ein Affront - Die Rheinischen Karnevals-Korporationen beziehen Stellung

Region(edi). Die jüngste PM des Innenministeriums RLP sorgt bei den Rheinischen Karnevals-Korporationen e.V. (RKK) für Verwunderung und Irritationen.
Gesetzliche Neuregelungen sorgen bereits seit längerem für Ausfälle karnevalistischer Straßenumzüge.

Gesetzliche Neuregelungen sorgen bereits seit längerem für Ausfälle karnevalistischer Straßenumzüge.

Bild: Symbolfoto Pixabay

Hintergrund: Der Dachverband wurde weder bei der Planung noch bei der Durchführung der in der Pressemitteilung angekündigten Informations-Veranstaltungen des Ministeriums beteiligt. Stattdessen sieht RKK-Präsident Hans Mayer die drei karnevalistischen Landesverbände des Bundes Deutscher Karneval (BDK) hoffiert.

In der Mitteilung vom 13. Oktober heißt es: "Das Innenministerium und die drei karnevalistischen Landesverbände des Bundes Deutscher Karneval (BDK) bieten speziell für die Fastnachts- und Karnevalsvereine ein Angebot, um die Handlungs- sicherheit bei Umzügen zu stärken. Hintergrund ist der am 6. April 2021 in Kraft getretene Paragraf im Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (§26 POG)." Für RKK-Präsident Hans Mayer ein regelrechter Affront. Er interpretiert das Schreiben als Retourkutsche des Ministeriums auf die von den Rheinischen Karnevals-Korporationen offen vorgetragene Kritik der Mitgliedsvereine. Die Rheinischen Karnevals-Korporationen hatten sich auch nach Beendigung der letzten Session, in der zahlreiche Straßenumzüge aufgrund der gesetzlichen Neuregelung ausgefallen sind, eingehend mit dem Thema beschäftigt.

Bereits seit langer Zeit terminiert sind zwei RKK-Veranstaltungen am 19. und 23. Oktober, bei denen ein fachkundiger Ansprechpartner referiert. "Natürlich freuen wir uns, wenn auch das Innenministerium ergänzende Informationsveranstaltungen durchführt. Man darf aber nicht parteiisch sein und muss dann auch alle betroffenen Dachverbände des Karnevals mit ins Boot nehmen. Aber die Unparteilichkeit muss aufgrund der Pressemitteilung hinterfragt werden", so der verärgerte RKK-Präsident.


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