Julia Borsch

Gesundheitsamt warnt vor Baden in Flüssen im Eifelkreis

Eifelkreis. Bei Untersuchungen von Kyll, Nims, Prüm, Sauer und Our sind im August an mehreren Stellen mikrobiologische Belastungen festgestellt worden. Das Gesundheitsamt rät deshalb von direktem Wasserkontakt ab.
Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung des Eifelkreises warnt vor Baden in den Flüssen der Region.

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung des Eifelkreises warnt vor Baden in den Flüssen der Region.

Bild: CanvaPro, Symbolfoto

Die Flüsse Kyll, Nims, Prüm, Sauer und Our sind keine ausgewiesenen Badegewässer im Sinne der rheinland-pfälzischen Badegewässerverordnung. Darauf weist das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung hin. Aus Sicht des Gesundheitsschutzes seien sie daher nicht für Aktivitäten mit unmittelbarem Körperkontakt geeignet.


Belastungen bei Untersuchungen im August festgestellt

Die Fließgewässer werden regelmäßig an verschiedenen Stellen beprobt und auf mikrobiologische Belastungen untersucht. Während die Untersuchungen im Juli keine Auffälligkeiten ergeben hatten, wurden bei den Probenahmen am 19. und 20. August 2026 an mehreren Stellen Belastungen festgestellt.

Das Gesundheitsamt betont, dass die Ergebnisse jeweils nur die Wasserqualität zum Zeitpunkt der Probenahme abbilden. „Sie stellen damit eine Momentaufnahme dar und lassen keine Rückschlüsse auf die Wasserqualität zu einem anderen Zeitpunkt zu.“


Gesundheitsamt rät von Wasserkontakt ab

Angesichts der festgestellten Belastungen empfiehlt die Behörde dennoch, auf Baden, Schwimmen, Planschen und anderen direkten Kontakt mit dem Wasser der genannten Flüsse zu verzichten. Das gelte insbesondere für Kinder.

„Bei Kontakt mit mikrobiologisch belastetem Wasser oder beim Verschlucken von Wasser können gesundheitliche Beschwerden auftreten.“

Die routinemäßigen Untersuchungen für die diesjährige Badesaison sind inzwischen abgeschlossen. Die nächsten regulären Probenahmen sind ab Mai 2027 vorgesehen.

Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes dürfte sich die Situation durch die inzwischen veränderte Wetterlage mit zunehmenden Niederschlägen und sinkenden Temperaturen im weiteren Verlauf wieder regulieren.