Stephanie Baumann

Massive Rauchwolke zieht über die Region  - Warn-Apps lösen aus

Bernkastel-Wittlich/Region. Handys haben gerappelt: Cell Broadcast sowie die Warn-Apps NINA und KATWARN haben am Samstagnachmittag ausgelöst. Plötzlich war die Sonne verschwunden – vielerorts war nur noch eine massive Rauchwolke zu sehen. Die Wittlicher Säubrennerkirmes wurde vorerst unterbrochen.

In hoher Geschwindigkeit zieht derzeit eine massive Rauchwolke eines schwerwiegenden Waldbrandes am Hohen Venn in Belgien in Richtung der Region Trier. Zunächst war vor allem die Eifel betroffen. Seit kurz vor 17 Uhr hat das Lagezentrum Bevölkerungsschutz Rheinland-Pfalz eine Bevölkerungswarnung wegen „Geruchsbelästigung“ herausgegeben.

Grund dafür sind Rauch und Brandgeruch infolge von Waldbränden. Betroffen sind die Landkreise Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg sowie die Stadt Trier. Auch für die Landkreise Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und Ahrweiler wird vor Rauch- und Brandgeruch gewarnt.

Aufgrund aktueller Waldbrände in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Belgien kann es in Teilen von Rheinland-Pfalz zu einer deutlichen Rauch- und Brandgeruchsbelastung kommen.

Wichtig: Die Behörden weisen darauf hin, dass derzeit keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung besteht. Die Notrufnummer 112 soll nur bei einem konkret erkennbaren Brand, einer akuten Gefahr oder einem medizinischen Notfall gewählt werden.

Auch das Polizeipräsidium Trier veröffentlichte gegen 17 Uhr eine Eilmeldung. Demnach ist vielerorts deutlicher Brandgeruch wahrzunehmen. Teilweise liegt auch Asche in der Luft. Im Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Trier sind derzeit jedoch keine Flächen- oder Waldbrände bekannt. Eine unmittelbare Gefahr durch die Brände besteht nach aktuellem Stand nicht.

Viele Menschen wenden sich aufgrund der starken Rauchausbreitung derzeit an Polizei und Feuerwehr und wählen die Notrufnummern 110 und 112. Die Behörden bitten dringend darum, diese Nummern ausschließlich in tatsächlichen Notfällen zu nutzen.

Was Bürgerinnen und Bürger jetzt tun sollten: 

  • Fenster und Türen vorsorglich geschlossen halten.
  • Aufenthalte im Freien möglichst reduzieren, insbesondere bei starkem Rauch.
  • Aktuelle Informationen über offizielle Warnsysteme, Behörden und das Lokalradio verfolgen.
  •  Die Notrufnummern 110 und 112 nur bei tatsächlichen Notfällen wählen.

 

Aufgrund der aktuellen Wind- und Wetterbedingungen breiten sich die Rauchwolken seit dem Nachmittag insbesondere  über der Eifel und entlang der Mosel aus.

Sollten die angekündigten Regenschauer ausbleiben und sich die Wetterlage nicht verändern, könnte sich die massive Rauchbelastung möglicherweise über mehrere Tage bemerkbar machen. Die weitere Entwicklung hängt insbesondere von Windrichtung, Wetterlage und der Entwicklung der Waldbrände ab.

Update: 17.30 Uhr: Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich bittet darum, den Notruf nur bei einem bestätigten Feuer zu wählen. Die Hotline des Katastrophenschutzes: Tel. 06571/14-3153 oder 14-3155.

 

Text: Florian Blaes