Julia Borsch

Der "rote Faden" führt durch Welchenhausen

Welchenhausen. Textilkunst trifft Sprache: Jacqueline Beauducel zeigt ab dem 18. Oktober ihre Ausstellung „Fadenspiele“ in der wArtehalle Welchenhausen. Im Mittelpunkt stehen Verbindungen, Grenzen und sprachliche Bilder rund um Fäden und Textilien.

Die Künslterin Jacqueline Beauducel präsentiert ab 18. Oktober ihre Ausstellung "Fadenspiele – Textilkunst" in der "wArtehalle" in Welchenhausen.

Die Künslterin Jacqueline Beauducel präsentiert ab 18. Oktober ihre Ausstellung "Fadenspiele – Textilkunst" in der "wArtehalle" in Welchenhausen.

Bild: Jacqueline Beauducel

Mit ihrer Ausstellung „Fadenspiele – Textilkunst“ ist die deutsch-französische Künstlerin Jacqueline Beauducel ab Sonntag, 18. Oktober, in der wArtehalle Welchenhausen zu Gast. Die Vernissage beginnt um 16 Uhr. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 3. April 2027 rund um die Uhr zugänglich.


Sprache und Textilkunst verbinden sich

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Beauducel mit der Verbindung zwischen Sprache und der Herstellung von Textilien. Ausgangspunkt sind traditionelle textile Techniken, die sich nach Angaben der Künstlerin auch im Sprachgebrauch wiederfinden.

Dabei greift sie Redewendungen und Begriffe wie den „roten Faden“, den „Geduldsfaden“ oder das „Leben am seidenen Faden“ auf. Ähnliche sprachliche Verbindungen gebe es sowohl im Deutschen als auch im Französischen.

Für Beauducel spielt dabei auch das Überwinden von Grenzen eine zentrale Rolle. Als deutsch-französische Künstlerin beschäftigt sie sich mit Verbindungen und Gemeinsamkeiten. Die wArtehalle im Dreiländereck zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg sieht sie deshalb als passenden Ort für ihre Arbeiten.


Künstlerin arbeitet seit vielen Jahren in der Eifel

Jacqueline Beauducel wurde 1963 in Berlin geboren und ist seit vielen Jahren in der Eifel tätig. Sie studierte zunächst Kunstgeschichte und Romanistik an der Freien Universität Berlin und anschließend Bildende Kunst an der Hochschule der Künste Berlin. Ein vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderter Aufenthalt im südfranzösischen Apt prägte ihren weiteren künstlerischen Weg.

Beauducel arbeitet unter anderem mit Malerei, Druckgrafik und Collage. Ein wiederkehrendes Motiv ihrer Arbeiten ist die Natur, insbesondere der Baum mit seinen Wurzeln, Ästen und Verbindungen. Seit 2000 unterrichtet sie Französisch und Bildende Kunst am St.-Matthias-Gymnasium in Gerolstein.


wArtehalle kündigt Jubiläum an

Der Museumsverein wArtehalle Welchenhausen blickt zudem bereits auf das kommende Jahr: Am 17. und 18. Juli 2027 soll das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert werden. Dafür ist nach Angaben des Museumsvereins ein Programm für Jung und Alt in Vorbereitung.

Weitere Informationen zur wArtehalle in Welchenhausen finden Interessierte hier.