Nico Lautwein

Pfingsten wird zur Staufalle: Volle Autobahnen und lange Wartezeiten erwartet

Region. Zum Pfingstwochenende erwartet die Autobahn GmbH eine der größten Reisewellen des Jahres. Besonders auf den Nord-Süd-Routen drohen lange Staus.

Symbolfoto

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Bild: Archiv

Zum bevorstehenden Pfingstwochenende prognostizieren die Verkehrsexperten der Autobahn GmbH des Bundes eine der intensivsten Reisewellen des Jahres. Reisende müssen sich auf volle Autobahnen und Staus einstellen. In Bayern und Baden-Württemberg beginnen die zweiwöchigen Pfingstferien; in den übrigen Bundesländern sorgen zahlreiche Kurzreisen über das verlängerte Wochenende für zusätzliches Verkehrsaufkommen.

Hohe Belastung ab Freitagnachmittag

Der erste große Belastungstest wird am Freitagnachmittag (22. Mai) erwartet, wenn der Berufsverkehr auf die einsetzende Reisewelle trifft. Auch am Samstagvormittag (23. Mai) bleibt das Verkehrsaufkommen hoch. Vergleichsweise ruhig dürfte es am Pfingstsonntag (24. Mai) werden, während der Pfingstmontag (25. Mai) durch starken Rückreiseverkehr geprägt sein wird. In den Bundesländern Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist zudem der Dienstag (26. Mai) schulfrei, sodass auch an diesem Tag mit erhöhtem Rückreiseverkehr zu rechnen ist.

Besonders betroffene Autobahnen

Besonders betroffen sind die großen Fernverkehrsrouten sowie die Verbindungen in Richtung Alpen und Küste. Dazu zählen insbesondere:

• A1, A7, A24: wichtige Routen in Richtung Nord- und Ostsee
• A3, A5, A8, A9: klassische Nord-Süd-Routen in Richtung Berge
• A2: zentrale Ost-West-Verbindung

Vollsperrung am Brenner sorgt für zusätzliche Probleme

Über das Pfingstwochenende hinaus müssen sich Reisende im Süden Deutschlands auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Aufgrund einer Demonstration wird die Brennerautobahn A13 in Österreich, eine der zentralen Nord-Süd-Verbindungen zwischen Deutschland und Italien, am Samstag, 30. Mai, von 11 bis 19 Uhr vollständig gesperrt.

Bereits im Vorfeld der Sperrung sowie unmittelbar danach ist mit langen Staus, teils massiven Rückstaus und erheblichen Verzögerungen zu rechnen. Auch auf deutscher Seite sind deutliche Auswirkungen sehr wahrscheinlich: Vor allem in Südbayern sowie in Teilen Baden-Württembergs dürfte das Verkehrsaufkommen spürbar ansteigen. Ausweichrouten werden voraussichtlich schnell überlastet sein, sodass auch dort keine staufreie Fahrt zu erwarten ist.

Reisenden wird empfohlen, Fahrten an diesem Tag zeitlich zu verlegen, großräumige Umfahrungen einzuplanen oder – sofern möglich – ganz auf Reisen über den Brenner zu verzichten.

Autobahn GmbH gibt Reisetipps

Um sicher und entspannt ans Ziel zu kommen, empfiehlt die Autobahn GmbH:

• Vorab über Baustellen und Sperrungen informieren
• Ausgeruht starten und ausreichend Getränke sowie Verpflegung mitnehmen
• Regelmäßige Pausen einplanen
• Dynamische Wegweiser auf Autobahnen beachten
• Bei Staus immer eine Rettungsgasse bilden

Zusätzlich stellt das Unternehmen digitale Informationen über ihre Baustellenkarte sowie die Autobahn-App zur Verfügung.