Julia Borsch

Special Olympics im Saarland begeisterten Athletinnen und Athleten aus der Region Trier-Eifel

Region/Saarland. Bei den Nationalen Spielen von Special Olympics Deutschland (SOD) im Saarland drehte sich eine Woche lang alles um Sport und Inklusion. Die Großregion Trier-Eifel war mit mehreren Teilnehmergruppen vertreten.

„Die Special Olympics Nationalen Spiele sollen ein saarländisches Sommermärchen werden“, sagte Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, zu Beginn des großen inklusiven Sportevents. Mehr als 4.300 Athletinnen und Athleten mit geistiger Beeinträchtigung – darunter fast 250 aus Rheinland-Pfalz – sowie mehr als 100 Trainerinnen, Trainer, Betreuerinnen und Betreuer sorgten in 27 Sportarten für ein unvergessliches Fest der Begegnung. Ziel war es, Teilhabe zu fördern und Barrieren abzubauen.


Starke Beteiligung aus der Region Trier-Eifel

Aus der Region Trier-Eifel nahmen Sportlerinnen und Sportler der Lebenshilfe-Werke Trier, des DRK-Sozialwerks Bernkastel-Wittlich, der Lebenshilfe Prüm, der St.-Martin-Schule Bitburg, der Trierer Kanufahrer sowie Familien als Einzelstarter teil. Sie traten unter anderem in den Disziplinen Schwimmen, Kanu, Bowling, Golf, Tennis, Fußball, Rudern, Tischtennis und Leichtathletik an.

Generell fiel auf, dass bei diesen Spielen mehr Menschen mit Beeinträchtigung einbezogen waren als bei früheren Veranstaltungen – sowohl in der hauptamtlichen Organisation als auch unter den 3.100 Volunteers. Die Präsidentin von Special Olympics Deutschland, Christiane Krajewski, brachte es auf den Punkt: „Inklusion macht's möglich.“

Viel Lob gab es für den Veranstalter und die gesamte Organisation. „Warum eigentlich die Weltspiele in Chile? Im Saarland haben die das auch drauf“, sagte Guido Leonartz, Athlet bei den Schwimmwettbewerben des Teams der Lebenshilfe Prüm. Ergänzend dazu erklärte Stefan Thömmes aus Mainz im Schwimmstadion in Forbach: „Das waren bisher die besten Spiele, die ich in zehn Jahren erlebt habe.“


Inklusion und Teilhabe für jedermann

Die stimmungsvollen und von allen Seiten hoch gelobten Nationalen Spiele sollen vor allem langfristig ihre Wirkung in ganz Deutschland und auch in der Region Trier-Eifel entfalten. „Die Spiele können helfen, dass künftig mehr inklusiver Sport für alle Menschen ermöglicht wird – eines der Hauptziele von Special Olympics“, betonte der saarländische Sportminister Reinhold Jost.

Das Saarland-Team durfte viel Lob für die Ausrichtung entgegennehmen – für die grenzüberschreitende Idee, für die Präsentation seiner Heimat und nicht zuletzt für die Herzlichkeit, mit der Teilnehmende und Besucherinnen sowie Besucher aufgenommen wurden. Rund 110.000 Menschen wurden an den Sportstätten erreicht, und sie alle konnten erleben, dass hier etwas ganz Besonderes stattfand.

Die große Freude über mehr als 6.000 Medaillen und 5.300 Platzierungsschleifen, über persönliche Bestleistungen oder schlicht darüber, das Ziel erreicht zu haben, ließ niemanden kalt. Freundschaften wurden erneuert und neue geschlossen. „Schade, dass es vorbei ist“, sagte SOD-Präsidentin Christiane Krajewski.