Nikolas Leube

Wolf im Eifelkreis?

Eifelkreis. Das Landesforstamt Rheinland-Pfalz bittet um Unterstützung beim Monitoring.

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Foto: Symbolfoto Pixabay

Durch DNA-Abstriche bei einem toten und mehreren verletzten Schafen im Gebiet der Gemeinde Auw bei Prüm konnte bereits im Dezember 2023 nachgewiesen werden, dass es sich bei dem Verursacher um einen Wolf der Mitteleuropäischen Flachlandopulation handelte. Die Individualisierung der Proben ergab den Nachweis eines jungen Wolfsrüden. Dieser stammt aus dem belgischen Rudel "Hohes Venn" und wurde dort 2021 geboren. Der Wolf wurde zum zweiten Mal genetisch in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Der Erstnachweis liegt rund zehn Monate zurück und erfolgte am 5. Februar 2023 im Gebiet der Verbandsemeinde Prüm. Gemäß den nationalen Monitoringstandards des Bundesamts für Naturschutz reicht der wiederholte Nachweis eines Wolfes über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten zur Deklaration des Wolfes als residentes Trier.

Aufgrund der aktuellen geringen Datenlage mit lediglich zwei gesicherten Nachweisen lässt sich derzeit weder sicher bestätigen noch ausschließen, dass sich der Wolf in Rheinland-Pfalz wirklich etabliert hat.

Das Koordinationszentrum für Luchs und Wolf (KLUWO) der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz bittet daher alle Personen in der Eifel um Unterstützung des landesweiten Monitorings. Meldungen von z.B. Fotos, Wolfs-Beobachtungen, gerissenen Wild- oder Nutztieren sowie Kot- oder Spurfunden können beim KLUWO oder den ehrenamtlichen Großkarnivorenbeauftragten (GKB) gemacht werden. Dafür hat das Land eine zentrale Hotline Telefon 06306/ 911199 eingerichtet, unter der sämtliche Hinweisarten gemeldet werden können. Die Kontaktdaten zum örtlichen GKB finden sich hier.


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