

Der Ausbau der Windenergie in der Eifel schreitet weiter voran. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord prüft derzeit zwei Anträge für neue Windenergieanlagen in den Verbandsgemeinden Bitburger Land und Prüm. Die Vorhaben werden von unterschiedlichen Projektgesellschaften geplant, die technischen Daten der Anlagen sind jedoch ähnlich.
Im Rahmen der Genehmigungsverfahren beteiligt die SGD Nord jeweils rund 30 Fachstellen. Dabei werden unter anderem mögliche Auswirkungen auf Natur und Umwelt, Verkehr, Denkmalschutz, Geologie, Wetter, Energieversorgung sowie baurechtliche und landesplanerische Aspekte untersucht.
Im Bitburger Land plant die Windenergie Bitburg Land Planungsgesellschaft mbH eine neue Windenergieanlage auf dem Gebiet der Gemeinde Wettlingen. Die Anlage soll eine Nennleistung von bis zu 7.000 Kilowatt erreichen und eine Gesamthöhe von 262 Metern haben.
Die SGD Nord führt derzeit die immissionsschutzrechtliche Prüfung des Vorhabens durch. Dabei werden Stellungnahmen von Fachbehörden, Kreisverwaltungen und wissenschaftlichen Institutionen berücksichtigt.
Auch in der Verbandsgemeinde Prüm liegt ein Antrag für eine weitere Windenergieanlage vor. Die NxW Watzerath GmbH plant den Bau und Betrieb eines Windrads auf dem Gebiet der Gemeinde Sellerich.
Die geplante Anlage soll ebenfalls eine Leistung von bis zu 7.000 Kilowatt erreichen. Mit einer Gesamthöhe von 262,5 Metern fällt sie sogar geringfügig höher aus als das geplante Windrad bei Wettlingen. Auch hier läuft derzeit die umfassende Prüfung durch die SGD Nord unter Beteiligung zahlreicher Fachstellen.
Die Antragsunterlagen beider Projekte können vom 23. Juni bis einschließlich 22. Juli 2026 eingesehen werden. Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange haben damit die Möglichkeit, sich über die Vorhaben zu informieren. Hier geht's zum Antrag für das Windrad bei Wettlingen. Hier geht's zum Antrag für das Windrad bei Sellerich.
Die SGD Nord ist seit Juni 2023 für die immissionsschutzrechtliche Genehmigung von Windenergieanlagen im nördlichen Rheinland-Pfalz zuständig. Nach Angaben der Behörde sollen die Verfahren möglichst effizient und rechtssicher durchgeführt werden, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen.
Quelle: SGD Nord




