Frederik Scholl

Ikonen auf Böden von Munitionskisten

Euskirchen. Ikonen aus dem Zyklus "Mariupol" werden am Mittwoch, 14. September, nach der Messe um 18.30 Uhr in der Kirche St. Martin ausgestellt.

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Die Künstler werden dann anwesend sein und ihr Projekt erläutern.

Bei der Ausstellung handelt es sich um ein Künstlerprojekt von Sonia Atlantova und Olexander Klymenko über den russischen Überfall auf die Ukraine. "Die Munitionskisten kommen aus Kampfgebieten. Die darauf geschriebenen Ikonen sind schweigsame und zugleich sprachgewaltige Zeugen dieser Kriegshandlungen. Sie symbolisieren die Verwandlung des Todes (Munitionskisten) in Leben, welches in der ukrainischen Kultur durch Ikonen verkörpert wird", heißt es in der Ankündigung. Darunter besonders hervorzuheben seien elf Ikonen, welche der Stadt Mariupol, ihren Verteidigern und Bewohnern gewidmet sind: "Heilige im byzantischen Stil und im Hintergrund "Mondlandschaften" der zerbombten Stadt Mariupol".

Diese und andere Ikonen waren im Europäischen Parlament (Mai 2022), auf Einladung des polnischen Präsidenten Duda in Warschau (Juni 2022), in Bamberg, am 19. August 2022 im Rahmen eines Spendenempfanges anlässlich des 30. Jubiläums der polnisch-ukrainischen diplomatischen Beziehungen im polnischen Generalkonsulat in Köln und am 28. August 2022 in St. Gereon in Köln ausgestellt. Die Einnahmen aus dem Verkauf fließen in die soziale Unterstützung der notleidenden Bevölkerung und den Wiederaufbau in der Region Kyiv.

Bankverbindung für Spenden: House of Saint Martin de Porres Ukraine Santander Bank PL03 1090 2851 0000 0001 0591 8140 SWIFT: WBKPPLPP Verwendungszweck: Ikonen Köln/Euskirchen, church holly cross.

Über die Künstler: Sonia Atlantova, 1981, Kyiv - Malerin, Illustratorin, Performancekünstlerin, Schriftstellerin Oleksander Klymenko, 1976, Kyiv - Maler, Performancekünstler, Schriftsteller, Wissenschaftler und Dozent Die Ausstellung wurde von der Stadtpfarrei St. Martin in Euskirchen, der Ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Köln und der Hochschulgruppe Ukrainischer Studierenden- und Doktoranden an der Universität zu Köln (USAC) organisiert.