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Rettungshund im Ruhestand

Alle 18 Monate ist es wieder soweit: Die Rotkreuz-Rettungshundeführer müssen sich zusammen mit ihren Hunden einer bundesweit einheitlichen Verbandsüberprüfung stellen.
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Zehn Rettungshundeteams aus dem Rotkreuz-Landesverband Nordrhein mussten sich der Rettungshundeteam-Prüfung stellen. Diese Prüfung ist Voraussetzung für die Einsatztauglichkeit eines Mensch-Hunde-Teams und muss alle 18 Monate aufgefrischt werden. Bereits am frühen Samstagmorgen trafen sich die Rotkreuzler in der Schavener Heide bei Mechernich-Firmenich. Zunächst mussten alle Prüflinge ihr theoretisches Wissen im Fachfragentest unter Beweis stellen. Anschließend war die so genannte „Verweisprüfung“ abzulegen, bei der der Hund ein fehlerfreies Verhalten an einer gefundenen Person zeigen musste. Danach zeigten die Teams ihren Gehorsam, in der es auf eine harmonische und freudige Arbeit zwischen Mensch und Hund ankam und saubere, technische Elemente aus der Bewegung gezeigt werden mussten. Zum Abschluss des ersten Prüfungsteils wurden alle Hunde von einer fremden Personen getragen. Am Nachmittag ging es dann zur Personensuche ins Gelände. Die Aufgabe bestand darin, mindestens zwei Personen in einem Waldgebiet von rund 30.000 Quadratmetern in einer Zeit von nur 20 Minuten aufzufinden und Erste Hilfe-Maßnahmen durchzuführen. Alle Teams lösten die vielfältigen Aufgaben, am Ende des Tages gab es die großartige Quote von 100 Prozent Prüfungserfolg. Von der Rotkreuz-Rettungshundestaffel Kall haben Carmen Dahm mit Labrador-Hündin „Lucy“, Monika Artz mit Springer- Spaniel-Rüde „Tristan“ und Melanie „Rarey“ mit Labrador-Hündin Aika erneut ihre Einsatztauglichkeit unter Beweis gestellt. Ein besonderer Dank galt dem Prüferteam Birgit Oschmann aus dem Landesverband Westfalen-Lippe und Viola Daub aus dem Landesverband Nordrhein, die zusammen mit dem Prüfungsleiter Gerd Buch für eine faire und gute Prüfungsatmosphäre sorgten. Ebenso ging der Dank an die Rotkreuzler, die sich den ganzen Tag als Helfer zur Verfügung gestellt haben und an das Verpflegungsteam des DRK-Kreisverbandes, das die Prüflinge hervorragend versorgt hat. Nach der Vergabe der Urkunden an die Hundeführer und Dienstplaketten für die Hunde gab es noch eine ganz besondere Ehrung für die zwölfjährige Kaller Labrador-Hündin „Lena“ mit Hundeführerin Julia Tiede. Für ihre jahrelangen Verdienste und vielfachen Einsätze bei der Suche nach vermissten Personen gab es für „Lena“ die Ehrenplakette „Rettungshund im Ruhestand“. Dies ist eine Anerkennung für die Hunde, die aus Altersgründen nach ihrer Dienstzeit in den Ruhestand versetzt werden. „Lena“ war einer der wenigen Hunde, die mit zwei Hundeführern geprüft und einsatzfähig war. Damit hat sie praktisch nahezu alle Einsätze in den vergangenen Jahren mitgemacht. Sie bestand alle Prüfungen und war auch in den Hilfseinsätzen ein äußerst verlässlicher Suchhund. (ProfiPress)