Frederik Scholl

Update: Nach Verpuffung sucht Polizei nach Zeugen und bittet um Hinweise

Euskirchen. Eine Verpuffung in der Kanalisation hatte am Freitag am Rüdesheimer Ring mehrere Kanaldeckel in die Höhe geschleudert.

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Wie berichtet, kam es am vergangenen Freitagabend, 16. September, zu einer Verpuffung in der Kanalisation. In Folge einer Druckwelle haben sich im Bereich des Rüdesheimer Rings acht Kanaldeckel angehoben. Die Kriminalpolizei Euskirchen bittet um Mithilfe: Gibt es Zeugen, die Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben, die sich im zweiten Garagenhof der Brandenburger Straße aufgehalten haben? Beobachtungen und Hinweise werden telefonisch an 02251 799-510 oder 02251 799-0 oder per Email an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de erbeten.

Ursprüngliche Meldung:

Besorgte Anwohner meldeten am Freitagabend, 16. September gegen 19.30 Uhr einen lauten Knall auf dem Rüdesheimer Ring, in dessen Folge mehrere Kanalschachtabdeckungen in die Luft geschleudert wurden und auf der Fahrbahn zum Liegen kamen. Die eintreffende Polizei sperrte den Bereich ab und die Feuerwehr führte umfangreiche und fortlaufende Messungen hinsichtlich explosiver Gase durch.

Die Bewohner von drei Mehrfamilienhäusern wurden evakuiert und vom Deutschen Roten Kreuz in einer Betreuungsstelle am Kreishaus versorgt. Nach mehrstündiger Einsatzdauer und durchgeführten Spülvorgängen der betroffenen Kanalleitungen durch eine beauftragte Firma konnten die Bewohner ab 22.15 Uhr wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Nach Beendigung der Einsatzmaßnahmen wurden die letzten Sperrungen durch die Polizei um 23.40 Uhr aufgehoben. Die Feuerwehr und der technische Dienst der Stadt Euskirchen waren mit einer Vielzahl von Einsatzkräften vor Ort und wurden durch Mitarbeiter des Erftverbandes und des regionalen Gasversorger e-regio unterstützt.

Letztendlich konnte durch die Einsatzkräfte keine Leckage an einer Gasleitung festgestellt werden, vielmehr ergaben sich Hinweise auf das Einleiten eines Gefahrenstoffes in die Kanalisation durch drei Männer im Alter von 33, 46 und 62 Jahren an einem nahegelegenen Garagenhof. Es wurde ein Strafverfahren eingeleitet, wobei eine mögliche Beteiligung beziehungsweise Verantwortung der Männer im Zusammenhang mit der Verpuffung Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen bleibt. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde durch die Verpuffung zunächst keine Person unmittelbar verletzt, ebenso konnte durch die Einsatzkräfte kein entstandener Sachschaden festgestellt werden.