Frederik Scholl

Waldfreibad könnte autark betrieben werden

Euskirchen. Seit der Flut ist das Freibad an der Steinbachtalsperre außer Betrieb. Wie es dort weitergehen könnte, zeigt nun eine Machbarkeitsstudie.

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Seit die Steinachtalsperre bei der Flut im Juli 2021 überspült wurde, ist der Stausee leer. Und somit kann auch das Waldfreibad nicht mehr betrieben werden, weil dieses vom Wasserstand des Stausees abhängig ist. Wie man diesen Zustand am besten beheben kann, dafür hatte die Stadt Euskirchen die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dabei wurden vom beaftragten Planungsbüro zwei Varianten verglichen.

Zwei Varianten im Vergleich

Die erste sieht nach Angaben der Stadtverwaltung vor, dass das Bad weitestgehend wiederhergestellt wird und dann mit erneuerter Technik genauso wie zuvor weitergeführt wird. Diese Variante berge jedoch einige Tücken – unter anderem dass sie von der Wasserqualität und dem Wasserstand der Talsperre abhängig wäre. Wäre das Staubecken zukünftig nicht mehr voll, so würde die Qualität sinken, da sich das Wasser schneller aufwärme und die Bildung von Keimen begünstigt würde, so die Stadt Euskirchen in einer Pressemeldung.

Die zweite Variante sehe vor, dass das Bad umgestaltet wird und unabhängig vom Stausee betrieben werden könne. Dabei soll ein Teil des Schwimmerbeckens zukünftig als biologische Aufbereitungsanlage genutzt werden und das Nichtschwimmerbecken werde zur zusätzlichen Liegefläche umgestaltet. Das übrige Schwimmerbecken soll – angelehnt an die historische Gestaltung des Bades – durch Holzstege in Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich sowie einen Sprungbereich unterteilt werden. Das Freibad würde somit ein Naturschwimmbad bleiben, wäre aber losgelöst vom Zustand der Talsperre. Diese zweite Variante würde in der Umsetzung etwa 1,3 Millionen Euro mehr kosten, wäre aber laut Machbarkeitsstudie deutlich sicherer und attraktiver.

Der Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport hat nun beschlossen, dass die Überlegungen für die zweite Variante beispielsweise durch einen Architektenwettbewerb konkretisiert werden sollen. Unter realistischer Betrachtung der zeitlichen Abläufe sei allerdings selbst bei zügiger Abwicklung davon auszugehen, dass die tatsächlichen Baumaßnahmen erst im Jahr 2024 erfolgen können, teilt die Stadt Euskirchen mit.