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Wie man sich vor Einbrechern schützt

Mit 562 Einbrüche verzeichnete die Polizei in 2015 erneut eine Zunahme der Wohnungseinbrüche um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und auch in 2016 hat es bis Juni bereits 201 Einbrüche gegeben, dabei fängt die Hochsaison - die dunkle Jahreszeit - gerade erst an. »Besonders häufig trifft es Bewohner von Einfamilienhäusern in Neubaugebieten und Autobahnnähe«, weiß Kriminalhauptkommissar Ingo Kreuder, Leiter der Abteilung Kriminalprävention und Opferschutz.
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Was Kriminalhauptkomissar Ingo Kreuder trotzdem verhalten optimistisch stimmt: Die Zahl der Einbruchsversuche steigt - also der Aktionen, bei denen der Einbrecher nach kurzer Zeit das Handtuch wirft. Das führt Kreuder auf die Kampagne »Riegel vor! Sicher ist sicherer« zurück. Ziel dieser Kampagne ist es, Ganoven das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Sorglosigkeit

Denn ein Einbruch bedeutet eine erhebliche Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls. »Dass ein Fremder sich in intimsten Bereichen breit gemacht hat, ist ein Schock und richtet größere Schäden an, als der materielle Verlust«, erklärt Kreuder. Daher könne er nicht nachvollziehen, wie sorglos mancher Hausbewohner sei. »Nicht abgeschlossene Haus- und Wohnungstüren laden Einbrecher geradezu ein. Die Zunahme im Jahr 2015 setzt sich in 2016 fort und liegt derzeit schon bei 24 Fällen«, möchte Ingo Kreuder die Menschen für das Thema Einbruchschutz sensibilisieren.

110 wählen!

Rund 22 Prozent der Einbrecher verschaffen sich über die Haustüre, 70 Prozent über Fenster Zutritt. »Wir stellen vermehrt fest, dass Einbrecher keinen kurzen Lärm scheuen und die Arbeitsweise ‚Glas einschlagen‘ immer häufiger genutzt wird«, ergänzt Kreuder. Der Nachbar hört danach keinen weiteren Lärm mehr, so dass das Entdeckungsrisiko für Einbrecher nur gering scheint. »Wachsame Nachbarn sind deshalb wichtig«, so der Kriminhalhauptkommissar. Leider konnte nur zweimal nach Anrufen von wachsamen Nachbarn im Jahr 2015 Täter festgenommen werden. In 19 Fällen wurden Einbrecher gestört, so dass sie ihre Tat abgebrochen haben und geflüchtet sind. »Trotz Flucht der Einbrecher ist der Notruf 110 an die Polizei nötig, damit Fahndungsmaßnahmen eingeleitet werden können«, appelliert Ingo Kreuder. Dabei gilt: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Die Einsätze sind kostenlos!

Vorträge "Sicher wohnen"

Die Abteilung Kriminalprävention/Opferschutz informiert in Vorträgen zum Thema »Sicher Wohnen«. Darin geht es um die Vorbeugung durch die technische Sicherheit von Häusern. Außerdem gibt es Verhaltenstipps für die Bürger geht. Die Termine: Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr, Stadtverwaltung Euskirchen Mittwoch, 26. Oktober, 19 Uhr, Rathaus Mechernich Donnerstag, 27. Oktober, 19 Uhr, Naturschutzzentrum Nettersheim Mittwoch, 2. November, 19 Uhr, Bürgerbegegnungsstätte Zülpich Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, Verbraucherzentrale Euskirchen (Einbruchschutz beim Neubau) Donnerstag, 10. November, 19 Uhr, Rathaus Schleiden Montag, 14. November, 19.30 Uhr, Stadt-Volkshochschule Euskirchen Dienstag, 15. November, 19 Uhr, Rathaus Weilerswist Donnerstag, 17. November, 19 Uhr, Rathaus Kall Donnerstag, 24. November, 19 Uhr, Rathaus Bad Münstereifel