Drei Brände in drei Stunden

Hunsrück/Nahe. Gleich drei Mal innerhalb von drei Stunden rückten die Feuerwehren der VG Rüdesheim mit Unterstützung aus Bad Kreuznach am Samstagvormittag zu Bränden in Wallhausen, Hüffelsheim und Braunweiler aus. Die gute Nachricht: Verletzt wurde bis auf einen gehörigen Schrecken bei allen beteiligten Bewohnern niemand.

Der erste Alarm erreichte die Feuerwehr um kurz nach zehn Uhr. In einem Nebengebäude in der Wallhäuser Hauptstraße war aus bislang unbekannter Ursache zu einem Brand in einer Zwischendecke gekommen. Beim Eintreffen der Feuerwehren aus Wallhausen und Gutenberg und Einsatzleiter Jörn Trautmann war das Nebengebäude verraucht. Ein Atemschutztrupp aus Wallhausen öffnete die Zwischendecke vom Erdgeschoss aus. Im Obergeschoss entfernte ein Trupp aus Gutenberg verkohlte Dielen und verbrannte Dämmung. Das Gebäude wurde belüftet. Die Einsatzkräfte aus Rüdesheim mussten nicht tätig werden und konnten zeitnah die Einsatzstelle wieder verlassen. Verletzt wurde niemand, der entstandene Schaden ist nicht bekannt. Der Rettungsdienst und die Polizei waren ebenfalls vor Ort. Mit rund 30 Kräften waren die Wehren im Einsatz.

Kurz vor halb zwölf am Mittag folgte dann der nächste Alarm. Mit dem Stichwort „Brand 3 – Dachstuhlbrand“ wurden die Feuerwehren aus Hüffelsheim, Rüdesheim, Waldböckelheim und Weinsheim sowie die Wehrleitung mit der Führungsunterstützung und Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann in den Scholländer Weg nach Hüffelsheim alarmiert. Beim Eintreffen am Einsatzort stellten die Hüffelsheimer Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung aus dem Firstbereich des Dachstuhls eines Einfamilienhauses fest. Die Bewohner hatten das Gebäude bei Eintreffen der Wehr bereits unverletzt verlassen können. Im Verlauf des Einsatzes wurden hier weitere Trupps aus Rüdesheim und Waldböckelheim eingesetzt, um die brennende Dämmung komplett zu entfernen und abzulöschen. Zur Verringerung des Wasserschadens wurde von der Rüdesheimer Wehr zeitnah ein Wassersauger in den Einsatz gebracht. Im Einsatzabschnitt auf der Gartenseite, der von Rouven Ginz geleitet wurde, setzte die Weinsheimer Wehr um ihren stellvertretenden Wehrführer Frank Gettmann zwei C-Rohre im Außenangriff ein und verhinderte eine Brandausbreitung auf die mit einer Fotovoltaikanlage beplankten Dachseite. Nach Ankunft der Kreuznacher Drehleiter wurde die Dachhaut von oben geöffnet und Brandnester gezielt abgelöscht. Die Wasserversorgung für die Drehleiter wurde durch das Tanklöschfahrzeug hergestellt. Der Energieversorger wurde zur Einsatzstelle gerufen, um das Gebäude stromlos zu schalten. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit einem Rettungswagen und die Polizei Bad Kreuznach mit einer Streife vor Ort. Die Brandursache ist nicht bekannt, die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Noch während die Einsatzmaßnahmen in Hüffelsheim in vollem Gange waren, meldete die Leitstelle in Bad Kreuznach der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) in Rüdesheim einen weiteren Brand in Braunweiler. Der Meldende sprach von einem brennenden Gastank neben einem Mehrfamilienhaus. Durch die FEZ wurden umgehend die Feuerwehren aus Braunweiler, Mandel, Wallhausen und Spabrücken alarmiert, von der Einsatzstelle in Hüffelsheim machten sich das Tanklöschfahrzeug aus Rüdesheim und der Einsatzleitwagen sowie Wehrleiter Christian Vollmer auf den Weg nach Braunweiler. Die Einsatzleitung der 60 eingesetzten Kräfte in Hüffelsheim übernahm derweil Jörn Trautmann.
Als die Feuerwehr Braunweiler am Einsatzort im Waldweg ankam, stellte sich die Lage bedeutend weniger dramatisch dar als zunächst gemeldet. Eine brennende Hecke auf einem Einfamilienhausgrundstück hatten Anwohner bereits mit einem Feuerlöscher gelöscht. Die Feuerwehren Braunweiler und Wallhausen führten Nachlöscharbeiten durch. Für den Flüssiggastank im Erdboden bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr. Die anrückenden Wehren aus Mandel, Rüdesheim und Spabrücken konnten den Einsatz abbrechen.

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