Rhein-Hunsrück: Erneut Anrufe falscher Polizeibeamter

Hunsrück/Nahe. In den vergangenen Tagen versuchten unbekannte Täter am Telefon erneut mit der Masche des falschen Polizeibeamten an das Geld vorwiegend älterer Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis zu kommen. Innerhalb von zwei Tagen wurden neun dieser Versuche der Polizei Simmern und sechs Versuche der Polizei Boppard gemeldet.

Die Zahl der tatsächlichen Anrufe dürfte allerdings um ein Vielfaches höherliegen, da nicht jeder die Polizei darüber informiert. In den vorgenannten Fällen versuchten die unbekannten Anrufer sich am Telefon als Polizeibeamte auszugeben, um ihre Opfer mit der üblichen Einbruchsmasche zu verunsichern: Der Anrufer schildert eindringlich, dass in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Einbruch stattgefunden und die Polizei jetzt einen Zettel mit der Anschrift des Angerufenen aufgefunden habe. Hierdurch soll dem Opfer suggeriert werden, dass ein Einbruch in die eigene Wohnung oder das eigene Haus drohe.

Alle bisherigen Anzeigenerstatter erkannten jedoch diese üble Masche rechtzeitig, beendeten die Gespräche und verständigten ihre Polizei.

Hinweise beim Anruf falscher Polizeibeamter

- Die Polizei ruft niemals unter der Telefonnummer 110 an!

- Die Polizei fordert niemals Geldbeträge bzw. Wertgegenstände am Telefon ein!

- Informationen über finanzielle Verhältnisse niemals am Telefon mitteilen!

- Fremden Personen niemals Geldbeträge oder Wertgegenstände übergeben oder diese an einem vorgegebenen Ort deponieren!

- Über Telefonprovider persönliche Datensätze aus dem Telefonbuch (Online und Druck) löschen lassen; Täter suchen hier gezielt nach Namen vermeintlich älterer Menschen!

- Scheuen Sie sich nicht, Ihre Polizei (Simmern: 0 67 61 / 92 10 oder Boppard: 0 67 42 / 80 90) zu verständigen!

 

Nützliche Präventionstipps sowie den Videoclip finden Sie auch unter: https://s.rlp.de/koblenz

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.