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Ab Montag dürfen die Geschäfte wieder öffnen

Bei der Öffnung des Einzelhandels müssen strenge Kundenbegrenzungen beachtet werden. Ebenso werden Musikunterricht alleine oder zu zweit sowie Gottesdienste wieder erlaubt.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Staatskanzlei RLP/ Elisa Biscotti

Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Staatskanzlei RLP/ Elisa Biscotti

Ab dem kommenden Montag dürfen in Rheinland-Pfalz wieder alle Geschäfte des Einzelhandels öffnen – unabhängig von Größe und Sortiment. Das hat Ministerpräsidentin Mal Dreyer heute in ihrer Regierungserklärung angekündigt. „Weil es rechtlich problematisch ist und auch niemand wirklich versteht, warum bestimmte Geschäfte des Einzelhandels öffnen können und andere nicht, wollen wir hier zu einer klareren Lösung kommen“, sagte die Regierungschefin. Dabei seien Auflagen und einer strengen Kundenbegrenzung zu beachten. Friseurgeschäfte können unter Auflagen und unter Vermeidung von Wartesituationen ihre Arbeit wiederaufnehmen. Auch Musikunterricht, einzeln oder zu zweit, werde ermöglicht. Ab Sonntag dürfen auch wieder Gottesdienste gefeiert werden. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften müssen dafür aber Schutzkonzepte einhalten. „Uns ist auch bewusst, dass die Gastronomie dringend eine Perspektive braucht“, erklärte Dreyer. Zudem sollen die Familien entlastet und mehr Spielräume für Kinder eröffnet werden. Die Themen Spielplätze und Gastronomie will Dreyer am morgigen Donnerstag im Kreise der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin ansprechen und für die Schalte am 6. Mai auf die Tagesordnung setzen lassen. Dreyer warnte, dass die Kinder nicht zu den Verlierern der Krise werden dürfen. Der Unterricht starte nun stufenweise in kleinen Lerngruppen. Für die Schulen sei in den vergangenen Wochen ein detaillierter Hygieneplan erarbeitet worden. Zudem gebe es für alle Schulkinder zum Schulstart Mund- und Nasenmasken. Damit kein Kind an der Bushaltestelle stehen bleibe, wenn es seine Maske vergessen hat, stelle die Landesregierung den Landkreisen und Städten 150.000 Mund-Nasen-Schutzmasken für die Schülerbeförderung zur Verfügung. Drittens unterstütze die Landesregierung die Schulträger mit einem Starterpaket für „Gute Hygiene zum Schulstart“. Es enthält über 400.000 Einweg-Masken und Desinfektionsmittel. Wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt, könne niemand genau sagen, so Dreyer. Die Corona-Epidemie folge keinem bekannten Muster. Deshalb kenne auch keiner den einen, richtigen Weg. Wissenschaftliche Studien über das weltweite Pandemie-Geschehen erschienen in immer rascherer Folge und würden helfen, das neue Virus besser zu verstehen, sagte die Ministerpräsidentin: „Ich sage für mich und meine Landesregierung: Führungsstärke besteht in diesen Wochen in dem Mut, Entscheidungen zu treffen, sie immer wieder auf ihre Konsequenzen hin zu überprüfen und wenn nötig auch zu korrigieren.“ Das Virus sei tückisch, gerade weil es sich schnell verbreite und eine lange Inkubationszeit habe. „Weil wir neue Gefahren erst mit Verzögerung erkennen, müssen wir mit jeder Lockerung vorsichtig sein, so sehr wir sie auch wünschen“, so Dreyer.


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