

2019 widmet sich das Arp Museum Bahnhof Rolandseck dem Jahresthema »Sammlungen«. »Museen leben von Sammlungen, aber auch vom Erlebnismoment – der einzigartigen Begegnung mit dem Original. 2019 präsentieren wir verborgene Schätze von Sammlern in neuen Kontexten«, verrät Ella Malzew, wissenschaftliche Volontärin im Kommunikationsreferat des Arp Museums.
Im Rahmen dieses Projekts hat das Museum Sammler dazu aufgerufen, ein Foto ihres Lieblingsstücks und die Entstehungsgeschichte der eigenen Sammlung einzusenden. »Jede Sammlung geht auf bestimmte Beweggründe und Intentionen zurück – und auf die ganz eigene Biografie des Sammlers. Uns interessiert, was die Sammler persönlich bewegt, genau diese Dinge zu sammeln«, erklärt Ella Malzew. Ob Briefmarken, Münzen, Biergläser oder Kurioses – was gesammelt wird, spielt bei der geplanten Ausstellung keine Rolle. »Viele Fotos kurioser Lieblingsstücke und interessante Geschichten haben uns schon erreicht«, sagt Malzew.
Die Dinge, für die die jeweiligen Sammlerherzen schlagen, könnten verschiedener nicht sein. So hat eine Einsenderin aus Bonn Buchstaben gesammelt, die ihr im täglichen Leben sprichwörtlich »vor die Füße gefallen« sind. Denn bei fast jedem der 26 Buchstaben-Bilder sind die Schuhe beziehungsweise Füße der Fotografin mit im Bild. Die Fotos des »Alphabet zu meinen Füßen« veröffentlichte sie – selbstverständlich in alphabetischer Reihenfolge – in den Sozialen Medien. In ihrer Geschichte schildert die Sammlerin Höhen und Tiefen, aber auch lustige Begebenheiten ihrer 26-tägigen Buchstabenjagd.
Ebenfalls ein Teil der Ausstellung wird ein Foto der Sammlung »Skulptür« sein, für die der Teilnehmer seit einigen Jahren Türstopper jeder Art sammelt. Der Sammler sieht diese als Brücke, die durch die geöffnete Tür einen Innen- unmittelbar mit einen Außenraum verbindet.
Kurios ist aber noch eine weitere Sammlung. Nachdem er bei einem medizinischen Routine-Eingriff kurzzeitig einen Herzstillstand erlitten hatte und wiederbelebt werden musste, entwickelte der Einsender eine Sammelleidenschaft für Beatmungs- und Narkosemasken. »Für den einen ein Arbeitsmittel, das zum einmaligen Gebrauch bestimmt ist, für die anderen lebensrettend, lebenserhaltend und mit Ängsten behaftet, ist es für mich sammelwert«, so der Sammler in seiner Geschichte.




