Stephanie Baumann

14 Bands, drei Tage, ein Ziel: Das steckt hinter dem Redwood Festival

Morbach. Am 28. August feiert das Redwood Festival in Morbach Premiere. Drei Tage lang stehen 14 Bands auf zwei Bühnen, darunter bekannte Tribute-Acts. Hinter dem neuen Festival steckt nicht nur die Begeisterung für Rockmusik, sondern vor allem ein soziales Anliegen: Die gesamten Erlöse sollen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in der Region zugutekommen. Im Interview sprechen die Initiatoren über die Idee hinter Redwood, das Programm und ihre Pläne für die Zukunft.
Freuen sich darauf, dass es nach vielen Monaten der Planung und Vorbereitung am 28. August losgeht: Dr.Carl Timo Manz (stehend), Jonas Herrmann und Isabelle Rosell-Manz. Die Massivholztische und Bänke wurden eigens für  den Streetfood-Bereich auf dem Festival gebaut.

Freuen sich darauf, dass es nach vielen Monaten der Planung und Vorbereitung am 28. August losgeht: Dr.Carl Timo Manz (stehend), Jonas Herrmann und Isabelle Rosell-Manz. Die Massivholztische und Bänke wurden eigens für den Streetfood-Bereich auf dem Festival gebaut.

Bild: Stephan Weber

Wie entstand die Idee, das Redwood Festival ins Leben zu rufen?

"Die Grundidee war, hier in der Region etwas Neues zu schaffen und den Menschen eine größere Veranstaltung direkt vor der Haustür zu bieten. Gleichzeitig sind wir selbst Rockfans und mögen die besondere Atmosphäre solcher Festivals.

Ein entscheidender Punkt war natürlich auch, dass wir mit unserer Firma Charlie Manz / Woodhome bereits über ein Gelände verfügen, das sich hervorragend für eine solche Veranstaltung eignet. Die Voraussetzungen waren also da – und irgendwann entstand aus verschiedenen Gesprächen die Idee: Warum nutzen wir diese Möglichkeiten nicht und stellen selbst etwas Besonderes für die Region auf die Beine?

Dabei war uns von Anfang an wichtig, nicht einfach nur ein kommerzielles Festival zu veranstalten. Wenn wir gemeinsam mit vielen Menschen feiern und etwas Neues für die Region schaffen, wollten wir damit gleichzeitig etwas zurückgeben. Deshalb entstand sehr früh der Gedanke, das Redwood Festival als Benefizveranstaltung auszurichten und mit den Erlösen insbesondere Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen in unserer Region zu unterstützen.

So kamen letztlich mehrere Dinge zusammen: die Begeisterung für Rockmusik, das passende Gelände, der Wunsch, die Region zu beleben – und die Idee, mit dem Festival gleichzeitig etwas Gutes zu bewirken."

Tribute-Festivals erleben derzeit einen Boom. Was macht für Sie den Reiz dieses Konzepts aus und was unterscheidet das Redwood Festival von anderen Rockfestivals?

"Der große Reiz liegt für uns darin, dass die Besucher an nur einem Wochenende die Musik vieler großer Rockbands live erleben können. Hochwertige Tribute-Bands sind heute weit mehr als klassische Coverbands. Sie bringen nicht nur die Musik, sondern oftmals auch die Atmosphäre und Bühnenshow der Originale sehr authentisch auf die Bühne. Wir sind besonders stolz darauf, dass wir bereits für unsere Premiere einige feste Größen der Tribute-Szene gewinnen konnten. Mit Völkerball kommt beispielsweise eine seit vielen Jahren etablierte Rammstein-Tribute-Band nach Morbach. Hinzu kommen Tribute-Shows mit der Musik von Linkin Park, Die Toten Hosen, Foo Fighters, Green Day und Volbeat.

Was Redwood aber ganz wesentlich von vielen anderen Festivals unterscheidet, ist der Benefizgedanke. Sämtliche erzielten Erlöse werden für soziale Zwecke gespendet. Wer bei uns ein Ticket kauft, erlebt also nicht nur ein Festivalwochenende, sondern unterstützt gleichzeitig einen guten Zweck in der Region."

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher an den drei Festivaltagen?

"Die Besucher erwartet ein komplettes Festivalwochenende mit 14 Bands auf zwei Bühnen. Auf rund 3.000 Quadratmetern Festivalgelände gibt es neben jeder Menge Livemusik auch Streetfood, Longdrinks und einen schön gelegenen Campingplatz. Uns ist wichtig, dass die Menschen nicht nur für eine einzelne Band kommen, sondern gemeinsam ein ganzes Wochenende verbringen und echtes Festivalgefühl erleben.

Einen besonderen Abschluss bildet der Sonntag. Dieser ist als Familientag bei freiem Eintritt gestaltet und beginnt mit einem Frühschoppen mit The Feelgood McLouds. Damit möchten wir bewusst auch Familien und Menschen einladen, die vielleicht keine typischen Festivalbesucher sind und Redwood einfach einmal kennenlernen und einen schönen Sonntag auf dem Festivalgelände verbringen möchten."

Wohin fließen die Erlöse konkret und warum haben Sie sich gerade für diese sozialen Einrichtungen entschieden?

Die gesamten Erlöse des Redwood Festivals werden gespendet und kommen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in unserer Region zugute. Dazu zählen beispielsweise Jugendwohngruppen sowie Einrichtungen aus dem Bereich der Kinderhospizarbeit.

Für uns war schnell klar, dass wir insbesondere Kinder und Jugendliche unterstützen möchten, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden und auf Hilfe angewiesen sind. Wenn Tausende Menschen bei uns gemeinsam feiern und wir anschließend mit dem daraus entstandenen Erlös Kindern und Jugendlichen in unserer Region etwas zurückgeben können, dann ist genau das der Gedanke, den wir mit Redwood verfolgen."

Für das Festival wurde eigens der Verein Woodhome e.V. gegründet. Wer steckt dahinter und wie viele Ehrenamtliche engagieren sich inzwischen?

"Hinter dem eigens für das Festival gegründeten Woodhome e.V. stehen Jonas Herrmann, Dr. Carl Manz und Isabelle Rosel-Manz. Bei der Umsetzung können wir auf eine breite Unterstützung aus der Region zählen. Unterstützt werden wir unter anderem von unseren Partnerfirmen aus der Gemeinde Morbach, der Gemeinde Morbach selbst sowie vielen weiteren Unterstützern und Sponsoren. Dieser Rückhalt ist für uns gerade bei der ersten Ausgabe des Festivals enorm wichtig.

Ein Festival dieser Größenordnung wäre zudem ohne ehrenamtliches Engagement überhaupt nicht umsetzbar. Zahlreiche Helferinnen und Helfer unterstützen uns vor, während und nach dem Festival und übernehmen die unterschiedlichsten Aufgaben. Dass so viele Menschen bereit sind, ihre Zeit einzubringen und gemeinsam mit uns etwas auf die Beine zu stellen, zeigt uns, dass die Idee hinter Redwood bereits bei seiner Premiere von der Region mitgetragen wird."

Das Redwood Festival feiert in diesem Jahr Premiere. Soll es ein einmaliges Benefizprojekt bleiben oder möchten Sie daraus eine feste Veranstaltung in der Region entwickeln? Wo sehen Sie das Festival in fünf Jahren?

"Zunächst konzentrieren wir uns voll und ganz auf die Premiere. In diesem ersten Festival steckt unglaublich viel Arbeit und Herzblut. Unser Ziel ist es jetzt, den Besuchern ein tolles Wochenende zu bieten und anschließend eine möglichst große Summe für den guten Zweck weitergeben zu können.

Natürlich haben wir Redwood nicht mit dem Gedanken ins Leben gerufen, nach einem Jahr schon wieder aufzuhören. Wenn die Menschen das Festival annehmen und unser Konzept funktioniert, möchten wir daraus gerne eine feste Veranstaltung in der Region entwickeln. Eine schöne Vorstellung wäre, wenn es in fünf Jahren ganz selbstverständlich heißt: Ende August ist wieder Redwood-Zeit in Morbach."

Mit wie vielen Besucherinnen und Besuchern rechnen Sie zur Premiere und wo gibt es noch Tickets?

"Wir rechnen über das gesamte Festivalwochenende mit rund 6.000 Besucherinnen und Besuchern. Für die erste Ausgabe wäre das natürlich ein großartiger Auftakt."

Tickets gibt es über unsere Internetseite redwoodfestival.de. Wer Redwood zunächst einmal kennenlernen möchte, hat außerdem am Sonntag die perfekte Gelegenheit dazu: Der Familientag ist für alle Besucher kostenfrei."

 Interview: Stephanie Baumann