

Seit der Versteigerung des ehemaligen Restaurants Blumenhof im Ferienpark Himmelberg hat sich rund um das Gebäude einiges getan. Die neuen Eigentümer Danuta Engel-Kiefer und Werner Kiefer haben in den vergangenen Monaten nicht nur das Gebäude auf Vordermann gebracht, sondern arbeiten auch intensiv daran, einen passenden Pächter für den Gastronomiebetrieb zu finden. Auf dem Gelände rund um das Restaurant wurden Sträucher und Bäume zurückgeschnitten, Wege freigelegt und neue Pflanzen gesetzt. Dadurch ist das Gebäude inzwischen wieder deutlich sichtbar. Auch im Inneren wurde renoviert, gestrichen und gründlich gereinigt. Sobald ein Ersatzteil für die Lüftungsanlage in der Küche installiert ist, wäre der Betrieb technisch startklar. Doch bevor Gäste wieder einkehren können, soll zunächst der richtige Betreiber gefunden werden.
Nach Angaben der Eigentümer gibt es derzeit einen vielversprechenden Kandidaten. „Wir haben einen regionalen Interessenten“, berichtet Werner Kiefer. Der Gastronom bringe bereits viel Erfahrung mit: Seit rund 17 Jahren sei er in der Gastronomie tätig, gemeinsam mit seiner Frau. Auch der 24-jährige Sohn arbeite im Familienbetrieb mit.
Beim ersten Besuch vor Ort sei der Interessent allerdings überrascht gewesen – vor allem von der Größe des Hauses. Deshalb laufen derzeit weitere Gespräche und Vorbereitungen. Kiefer hat dem potenziellen Pächter zudem Kontakte zu einer Organisation vermittelt, die Gastronomen beim Management und bei betriebswirtschaftlichen Fragen unterstützt. „Hier muss wirklich ein solides Konzept auf die Beine gestellt werden – auch buchhalterisch“, erklärt er.
Die Familie prüfe nun gemeinsam mit Partnern aus der Branche die Möglichkeiten. „Je länger dieser Prozess dauert, desto zuversichtlicher bin ich“, sagt Kiefer. Für ihn sei entscheidend, dass der Betrieb langfristig tragfähig aufgebaut wird.
Inhaltlich haben die Eigentümer klare Vorstellungen davon, wie das Restaurant künftig ausgerichtet sein soll. Gewünscht ist eine klassische, gutbürgerliche deutsche Küche – ähnlich wie sie früher im beliebten Restaurant Märten angeboten wurde.„Wir haben den Interessenten ganz offen gesagt, was wir uns wünschen“, so Kiefer. Wichtig sei vor allem Qualität und eine ehrliche Küche. Die Speisekarte müsse dabei gar nicht besonders umfangreich sein. „Wenn 25 bis 30 Gerichte auf der Karte stehen, reicht das völlig. Man kann später immer noch erweitern.“
Auch persönlich hat der Besitzer bereits kulinarische Favoriten: „Ein richtig gutes Rumpsteak würde ich mir wünschen“, sagt er lachend. Ebenso ein frisch zubereitetes Kalbsschnitzel – „ordentlich geklopft und nicht aus der Fritteuse“.
Einen festen Eröffnungstermin gibt es derzeit noch nicht. Zwar hatten sich die Eigentümer ursprünglich vorgenommen, möglichst bis zum Frühjahr einen Betreiber zu finden, doch Zeitdruck besteht nicht.„Uns ist wichtiger, dass wir den richtigen Pächter finden“, betont Kiefer. Das Restaurant könne notfalls auch noch einige Zeit leer stehen. „Finanziell setzen wir uns da nicht unter Druck.“
Schließlich gehe es auch um den eigenen Ruf. Künftig soll das Haus einen neuen Namen tragen: „Engelshof“ – in Anlehnung an den Nachnamen von Danuta Engel-Kiefer. „Unser Name steht dann dort dran“, sagt Kiefer. „Und den guten Ruf möchten wir natürlich behalten.“



