

Bevor die neuen Gesellinnen und Gesellen ihre begehrten Prüfungsbescheinigungen in Empfang nehmen durften, hatte der Prüfungsausschuss alle Hände voll zu tun: Jedes einzelne Gesellenstück wurde begutachtet. Maßgenauigkeit, Verarbeitung, gestalterische Idee – nichts entging den erfahrenen Augen der Prüfer.
Wettbewerb - Die Gute Form
Besonders ins Auge fiel dabei das Werk von Tim Oster. Sein Sideboard aus massiver Eiche, verziert mit einer Linienintarsie in der Front, begeisterte durch klare Formsprache und handwerkliche Präzision gleichermaßen. Das Möbelstück wird nun für den renommierten Wettbewerb "Die Gute Form 2026" nominiert, ausgerichtet vom Landesverband Leben Raum Gestaltung Rheinland-Pfalz/Hessen. Das freut auch seinen Ausbildungsbetrieb, die Schreinerei Heinz und Loos aus Binsfeld.
Mit Prämien belohnt
Dass gute Leistungen in der Schreinerinnung belohnt werden, zeigt sich nicht erst am Ende der Ausbildung. Bereits bei der Zwischenprüfung werden überdurchschnittliche Ergebnisse mit einer Prämie honoriert. „Ein Anreiz, der junge Talente zusätzlich von Beginn an motiviert, ihr Bestes zu geben“, freut sich Ingo Rauen vom Prüfungsausschuss. Auch hier waren es zwei junge Frauen, die die Prämien dieses Jahr erhielten.
Ausstellung im Museum
Einen besonderen Rahmen erhielten die diesjährigen Gesellenstücke im Juni: Sie waren im Hunsrücker Holzmuseum in Morbach ausgestellt – ein Ort, der wie kein anderer die jahrhundertealte Geschichte des Schreinerhandwerks atmet. Im Rahmen der Ausstellung entstand ein Videoporträt, das einen Einblick in die Vielfalt der Gesellenstücke gibt. „Das Video wird Anfang September auf der großen Lossprechungsfeier in Hetzerath auf der Bühne gezeigt – ein besonderer Moment, in dem die jungen Fachkräfte offiziell in ihren neuen Berufsstand aufgenommen werden“, freut sich Obermeister Walter Blasius.
Die neuen Gesellinnen und Gesellen mit Gesellenstück und Ausbildungsbetrieb:



