

Hitze sei längst keine seltene Erscheinung mehr, sondern zunehmend eine gesundheitliche Belastung für viele Menschen – unterwegs, am Arbeitsplatz oder in den eigenen vier Wänden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kleinkinder sowie Personen in Betreuungseinrichtungen.
Um auf diese Entwicklung vorbereitet zu sein, haben Stadt, Landkreis und das Gesundheitsamt eine interkommunale Arbeitsgruppe gegründet. Ziel ist es, das Thema „Hitze und Gesundheit“ stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, Informationsangebote auszubauen und lokale Akteure besser zu vernetzen.
„Hitze ist keine ferne Zukunftsfrage mehr, sondern bereits heute eine ernstzunehmende Belastung für viele Menschen“, erklärt Julia Hollweg, Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Wittlich. Ziel sei es, Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen sowie Behörden besser auf extreme Temperaturen vorzubereiten.
Schwerpunkt 2026: Schutz in Pflegeeinrichtungen
Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen. Sie gelten während Hitzewellen als besonders gefährdet, da der Körper im Alter Wärme schlechter regulieren kann und das Durstgefühl häufig nachlässt.
Die Arbeitsgruppe plant deshalb eine Informationsveranstaltung für Fachkräfte aus Pflegeeinrichtungen sowie für Verantwortliche aus Verwaltung und Betreuung. Dabei soll über gesundheitliche Risiken informiert und gemeinsam diskutiert werden, welche Maßnahmen zum Hitzeschutz bereits umgesetzt werden – und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Netzwerk soll weiter wachsen
Langfristig soll das Netzwerk weiter ausgebaut werden. Auch andere besonders betroffene Gruppen sollen stärker berücksichtigt werden, etwa Kleinkinder, Menschen mit Vorerkrankungen oder Beschäftigte mit körperlich belastender Arbeit.
Mit der Initiative setzen Stadt und Landkreis ein klares Signal: Vorsorge gegen Hitze wird zunehmend zu einer wichtigen Aufgabe für Kommunen und Gesellschaft.


