Julia Borsch

Neues Feuerwehrgerätehaus in Salmtal: Spatenstich für 8,18-Millionen-Euro-Projekt erfolgt 

Salmtal (red). Mit dem offiziellen Spatenstich hat in Salmtal der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses begonnen. Der Neubau ersetzt das bei der Flutkatastrophe 2021 beschädigte Bestandsgebäude.

Mit einem offiziellen Spatenstich  hat die Verbandsgemeinde Wittlich-Land den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Salmtal gestartet. An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr sowie Planungsbüros und beteiligten Unternehmen teil.

Der Neubau wird notwendig, nachdem das bisherige Feuerwehrgerätehaus bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 erheblich beschädigt worden war. Nach Prüfung verschiedener Optionen wurde entschieden, auf eine Sanierung des Bestandsgebäudes zu verzichten. Ausschlaggebend waren wirtschaftliche Gründe sowie die weiterhin bestehende Hochwassergefährdung des bisherigen Standorts.


Moderne Infrastruktur an neuem Standort

Das neue Feuerwehrgerätehaus entsteht an der Wittlicher Straße in Salmtal. Das bislang unerschlossene Grundstück wird vollständig an die notwendige Infrastruktur angebunden. Geplant sind neue Zu- und Abfahrten sowie Anschlüsse an die Trinkwasser-, Abwasser- und Stromversorgung. Die Alarm- und Einsatzfahrten sollen künftig über die Landesstraße 141 erfolgen. Zusätzlich ist eine separate Ausfahrt zur Straße „Salmaue“ vorgesehen.

Bürgermeister Manuel Follmann bezeichnete den Baubeginn als wichtigen Schritt für die öffentliche Sicherheit: „Mit dem Neubau schaffen wir moderne und zukunftsfähige Rahmenbedingungen für unsere Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden. Gleichzeitig investieren wir nachhaltig in den Schutz und die Sicherheit der Menschen in unserer Verbandsgemeinde.“


Acht Fahrzeugstellplätze und neue Einsatzzentrale

Geplant ist ein ebenerdiges Feuerwehrgerätehaus mit rund 1.300 Quadratmetern Nutzfläche. Vorgesehen sind acht Fahrzeugstellplätze, Sozial- und Umkleideräume sowie Lagerflächen. Darüber hinaus werden die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) und multifunktionale Stabsräume im Neubau untergebracht.

Architektonisch gliedert sich das Gebäude in einen höheren Fahrzeughallenbereich mit Photovoltaikanlage sowie einen niedrigeren Sozialtrakt mit extensiv begrüntem Flachdach. Ergänzt wird die Anlage durch einen überdachten Waschplatz für Einsatzfahrzeuge, der zugleich als Übungsfläche genutzt werden kann. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.


Investition von mehr als acht Millionen Euro

Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 8,18 Millionen Euro beziffert. Aus dem Wiederaufbaufonds wurden nach Angaben der Verbandsgemeinde bereits Fördermittel in Höhe von etwa 5,43 Millionen Euro bewilligt. Weitere Zuschüsse des Landkreises sowie Mittel aus der Feuerschutzsteuer des Landes stehen in Aussicht.


Wichtige Rolle für die Region

Die Freiwillige Feuerwehr Salmtal übernimmt als Stützpunktfeuerwehr Aufgaben für zehn Ortsgemeinden mit insgesamt rund 11.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Darüber hinaus ist die Einheit auf Teilabschnitten der Autobahnen A1 und A60, der B50neu sowie entlang der Bahnstrecke Wittlich–Sehlem im Einsatz. Auch bei Gefahrgutunfällen wird die Feuerwehr als Spezialeinheit alarmiert.

Künftig wird zudem die Feuerwehreinsatzzentrale der Verbandsgemeinde im Neubau untergebracht. Von dort aus erfolgen unter anderem die Einsatzkoordination, Nachalarmierungen und weitere unterstützende Aufgaben für die Feuerwehren im gesamten Verbandsgemeindegebiet.

Mit dem Spatenstich hat nun die Umsetzung eines Projekts begonnen, das die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr langfristig sichern und den Brand- und Katastrophenschutz in der Region stärken soll.