

Zwischen Datenschutz, Fake News und Künstlicher Intelligenz wächst der Wunsch nach Orientierung. Mit einer neuen Veranstaltungsreihe wollen die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Bernkastel-Wittlich genau diese Unsicherheiten abbauen. Die Reihe ist Teil des Projekts »Frauen bewegen«, das aus den Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag hervorgegangen ist. Ziel ist es, Frauen stärker zu vernetzen und sichtbarer zu machen.
Dass soziale Medien dafür eine immer wichtigere Rolle spielen, wurde Gabriele Kretz in zahlreichen Gesprächen immer wieder deutlich. »Fast jeder nutzt soziale Medien, aber viele Frauen sind im Umgang damit sehr unsicher. Seit dem Aufkommen der Künstlichen Intelligenz ist diese Unsicherheit eher noch größer geworden«, sagt Gabriele Kretz. Die Workshops sollen deshalb Hemmschwellen abbauen und Frauen ermutigen, soziale Medien sicher und selbstbewusst zu nutzen.
Für Kretz steht dabei ein weiterer Gedanke im Mittelpunkt: Frauen stärker miteinander zu vernetzen. »Vernetzung ist das Zukunftsthema überhaupt«, unterstreicht sie. »Wenn wir Frauen sichtbar machen und das Projekt ,Frauen bewegen‘ zukunftsfähig gestalten wollen, kommen wir an den Social-Media-Kanälen nicht mehr vorbei.« Gemeinsam mit der Social-Media-Expertin Sylvia Bergmann-Böhmer, Inhaberin der Agentur »Frauenfabrik« in Großlittgen, haben die Gleichstellungsbeauftragten deshalb die dreiteilige Veranstaltungsreihe »Social Media – Risiken und Chancen: Theorie und Praxis« entwickelt.
Sicherer Umgang statt Berührungsängste
Sie richtet sich vor allem an Einsteigerinnen und vermittelt verständlich sowie praxisnah die wichtigsten Grundlagen. Sylvia Bergmann-Böhmer ist gelernte Grafikdesignerin und studierte Social-Media-Marketing-Expertin. Nach ihrer Erfahrung scheitern viele Menschen nicht an der Technik, sondern an fehlender Orientierung. »Viele wissen nicht, was sie überhaupt teilen dürfen, wie sie ihre Daten schützen oder was zum Beispiel beim Recht am eigenen Bild zu beachten ist«, sagt Bergmann-Böhmer. Aus Sorge, Fehler zu machen oder zu viele persönliche Informationen preiszugeben, verzichten manche sogar ganz auf soziale Medien.
Auch Künstliche Intelligenz könne diese Unsicherheit verstärken. Zwar erleichtere sie viele Arbeitsschritte, doch zugleich bestehe die Gefahr, sich zu sehr auf die Technik zu verlassen. »Viele denken: Die KI macht das schon. Dabei ersetzt sie nicht das Wissen darüber, worauf man achten muss und auch nicht den Menschen.«
Die beiden Workshops sollen genau diese Unsicherheiten abbauen und den Teilnehmerinnen das nötige Rüstzeug für einen sicheren Umgang mit sozialen Medien vermitteln. »Im Idealfall gehen die Frauen danach mit einem sicheren Gefühl nach Hause – sie wissen, was sie posten können, wie sie ihre Community erweitern und sich sinnvoll vernetzen. Vor allem sollen sie keine Angst mehr haben, etwas falsch zu machen.« Den Auftakt bildet ein kostenfreier Vortrag am Donnerstag, 13. August, um 19 Uhr in der Kreisverwaltung in Wittlich. Dank der Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz ist die Teilnahme kostenlos. Eine Anmeldung ist aber erforderlich.
Kontakt: Gabriele Kretz, Telefon o 65 71 / 14 22 55 Gabriele.Kretz@Bernkastel-Wittlich.de
Infos auf einen Blick
Die Veranstaltungsreihe vermittelt praxisnah den sicheren Umgang mit sozialen Medien. Themen sind u.a.:




