Stephanie Baumann

Digitales Dorferneuerungsportal: Landkreis will kommunale Daten besser nutzbar machen

Bernkastel-Wittlich. Wie können vorhandene Daten aus den Ortsgemeinden künftig besser genutzt werden, um kommunale Entscheidungen zu unterstützen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Landkreis Bernkastel-Wittlich im Projekt „Land.Open.Data – Dein Dorf – Deine Daten“. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Dorferneuerungsportals, das Daten aus dem Zukunfts-Check Dorf bündelt, strukturiert und künftig leichter zugänglich macht.

Der erste Prozessworkshop legte die Grundlagen für das Projekt „Dein Dorf – Deine Daten“ – nach den Sommerferien folgt die Dateninventur.

Der erste Prozessworkshop legte die Grundlagen für das Projekt „Dein Dorf – Deine Daten“ – nach den Sommerferien folgt die Dateninventur.

Bild: Kreisverwaltung

Bei einem ersten Prozessworkshop kamen Vertreter der Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach, Ortsbürgermeister sowie Mitarbeiter der Kreisverwaltung zusammen. Begleitet wurde der Workshop von den mit der Konzepterstellung beauftragten Fachbüros.

Im Mittelpunkt stand die Analyse kommunaler Arbeitsabläufe. Anhand eines Beispiels aus dem Baurecht wurde untersucht, welche Informationen Verwaltungen und Ortsgemeinden für Entscheidungen benötigen, wo diese bereits vorhanden sind und wie sie künftig schneller verfügbar gemacht werden können. Dabei ging es unter anderem um Daten zu Leerständen, Baulücken, Infrastruktur, Umwelt, Mobilität und Dorferneuerung.

Nach Angaben der Kreisverwaltung zeigte der Workshop, dass beschleunigte Genehmigungsverfahren nur dann effizient umgesetzt werden können, wenn relevante Informationen zentral verfügbar sind. Auch bei vereinfachten Verfahren müssten Belange wie Natur- und Denkmalschutz, Wasserrecht oder kommunale Entwicklungsziele weiterhin berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die nächste Projektphase. Nach den Sommerferien soll eine strukturierte Dateninventur folgen. Dabei wird erfasst, welche Daten bereits vorliegen, wer sie pflegt und wie sie künftig in das digitale Dorferneuerungsportal eingebunden werden können.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat über das Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung“ gefördert.