Julia Borsch

Waldbrand bei Dreis: Blitz soll Feuer ausgelöst haben

Dreis/Salmtal (fb/bor). An der L 141 zwischen Dreis und Salmtal, im Bereich des Asbergs, war ein größerer Waldbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit Löschrucksäcken und einem Löschroboter im Einsatz. Das ist biser bekannt.

Am Dienstag, 4. August, wurde die Feuerwehr um 16.45 Uhr zu einem Großeinsatz alarmiert. An der L141 zwischen Dreis und Salmtal, im Bereich des sogenannten Asbergs, war ein größerer Waldbrand ausgebrochen. Nach Angaben der Polizei entstand ein Brandschaden von etwa 2.000 Quadratmeter Waldfläche.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei ist vermutlich ein Blitzeinschlag während des Gewitters am Vorabend die Ursache des Feuers. Demnach soll ein Baum getroffen worden sein, in dem sich über mehrere Stunden hinweg ein Schmorbrand entwickelte. Dieser weitete sich schließlich zu einem offenen Bodenfeuer und anschließend zu einem Waldbrand aus.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Eine besondere Herausforderung stellte die Lage des Brandes dar, da es keine direkte Zufahrt zum Brandherd gibt. Die Einsatzkräfte mussten über einen steilen Hang Schlauchleitungen verlegen und mit Steckleitern zum Einsatzort aufsteigen.

Die ersten Löschmaßnahmen erfolgten mit speziellen Waldbrand-Löschrucksäcken, die jeweils rund 20 Liter Wasser fassen. Erst im weiteren Einsatzverlauf konnte durch einen Pendelverkehr wasserführender Fahrzeuge eine kontinuierliche Wasserversorgung sichergestellt werden.

Ebenfalls kam ein spezieller Waldbrand-Löschroboter zum Einsatz. Der ferngesteuerte „Superwolf“ von Euro-Waldbrand, der in Wittlich stationiert ist, unterstützte die Einsatzkräfte im unwegsamen Gelände. Der Roboter kann den Waldboden gezielt ablöschen und gleichzeitig Schneisen fräsen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Die Einsatzleitung sowie ein großer Bereitstellungsraum wurden an der L141 eingerichtet. Die Straße musste hierfür vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde bis zum Abschluss der Löscharbeiten über die Ortslage Dreis umgeleitet.


Rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz 

Zur Sicherstellung der Wasserversorgung brachte die Feuerwehr Büchenbeuren einen 15.000 Liter fassenden Faltbehälter zur Einsatzstelle. Von dort aus unterstützte am Abend zusätzlich der Löschhubschrauber aus Koblenz die Brandbekämpfung und nahm das Löschwasser aus dem Behälter auf. Das Wasser wurde unter anderem mit großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen zur Einsatzstelle transportiert. Das THW stellte parallel große Mengen Wasser mit seinen Booten bereit.

Der Rettungsdienst des DRK und Malteser sorgte für die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte sowie deren Versorgung.  

Die starke Rauchentwicklung war zeitweise sogar von der A60 aus sichtbar. Über den Verkehrsfunk wurden entsprechende Warnmeldungen ausgegeben.

Rund 150 Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Bernkastel-Wittlich befanden sich im Einsatz. Die aufwendigen Nachlöscharbeiten dauerten bis tief in die Nacht an. Eine weitere Ausbreitung des Brandes konnte nach aktuellem Stand verhindert werden. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt derzeit auf der Kontrolle und dem Ablöschen zahlreicher Glutnester.

Vor Ort machte sich auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land ein Bild von der Lage. Die Gesamteinsatzleitung lag beim Wehrleiter David Backendorf.

Im Einsatz waren: die Feuerwehren aus Salmtal, Dreis, Klausen, Sehlem, Esch, Osann-Monzel, Gräfendhron, Zeltingen, Schweich, Landscheid, Großlittgen, Fell, Arenrath, Laufeld, Bruch, Neumagen-Dhron, Sohren- Büchenbeuren sowie Traben-Trarbach. Ebenfalls im Einsatz befinden sich der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Bernkastel-Wittlich, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie der Leitende Notarzt. Darüber hinaus unterstützen die Wehrleitung, die Feuerwehr-Einsatzzentrale, die Führungsstaffel und die Drohneneinheit der Verbandsgemeinde Wittlich-Land den Einsatz. Weiterhin waren das THW Wittlich, das DRK Wittlich, die Malteser Wittlich, die SEG Verpflegung sowie die Polizei und ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

 

Text: Florian Blaes