Stephanie Baumann

"Wittlich soll wieder lebendiger werden"

Wittlich. Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in Wittlich haben wir die vier Kandidaten um eine persönliche Vorstellung gebeten. Es folgt das Statement von Uwe Koll (63), AfD, Rentner:

Uwe Koll

Uwe Koll

Bild: Privat

» Mir geht es nicht nur um Politik. Es geht um Heimat, um Verbundenheit und um den Wunsch, Verantwortung zu übernehmen. Am 23. August bewerbe ich mich um das Amt des Bürgermeisters – mit dem festen Willen, die Zukunft meiner Heimatstadt aktiv mitzugestalten.

Seit 42 Jahren lebe ich in Wittlich. Ich bin verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und habe hier mein Leben aufgebaut. Nach meiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann entschied ich mich für den Dienst im Justizvollzug und war viele Jahre als Justizvollzugsbeamter tätig. Heute befinde ich mich im Ruhestand – doch an den Ruhestand im eigentlichen Sinne denke ich gar nicht. Stattdessen möchte ich meine Erfahrung, meine Zeit und meine ganze Kraft für die Menschen in Wittlich einsetzen. Wittlich hat mir viel gegeben – Freunde, ein Zuhause, Geborgenheit und unzählige schöne Erinnerungen. Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, dieser Stadt etwas zurückzugeben. Hinter meiner Entscheidung steht meine Familie, viele Freunde, Bekannte und Mitstreiter, die mich auf diesem Weg unterstützen.
Auch privat bin ich bodenständig geblieben. Ich liebe ausgedehnte Wanderungen durch die Natur, spiele mit Begeisterung Dart und koche gerne für Familie und Freunde. Seit zwei Jahren vertrete ich die AfD-Fraktion im Kreistag Bernkastel-Wittlich und kenne die Herausforderungen der kommunalen Politik aus erster Hand.
Für Wittlich habe ich eine klare Vision. Ich wünsche mir eine Innenstadt, die wieder lebt – mit neuen Geschäften, einer Atmosphäre, die Menschen zum Verweilen einlädt, und einem Stadtpark, auf den die Bürger stolz sein können. Auch der Weihnachtsmarkt soll wieder zu einem Ort werden, der seinem Namen gerecht wird und Menschen aus der ganzen Region begeistert.
Besonders wichtig ist mir ein verantwortungsvoller Umgang mit den Finanzen der Stadt. Ich weiß, dass ein ausgeglichener Haushalt nicht von heute auf morgen erreicht werden kann. Es wäre unrealistisch zu versprechen, dass das in zwei oder drei Jahren gelingt. Aber es muss unser gemeinsames Ziel sein, die Stadt finanziell solide und zukunftsfähig aufzustellen.
Vor allem aber möchte ich ein Bürgermeister zum Anfassen sein. Offene Sprechstunden, ein ehrlicher Dialog und echte Bürgerbeteiligung sollen selbstverständlich werden. »Die Menschen sollen wissen, dass ihre Anliegen gehört werden. Transparenz und Bürgernähe sind für mich keine Schlagworte, sondern die Grundlage guter Kommunalpolitik.
Wenn ich in acht Jahren auf meine Amtszeit zurückblicken sollte, dann hoffe ich auf sichtbare Veränderungen. Ich möchte Spuren hinterlassen – nicht, um mir selbst ein Denkmal zu setzen, sondern weil Wittlich sich positiv entwickelt hat und die Menschen gerne hier leben. Das wäre für mich der größte Erfolg. «