Mario Zender

Blumen als Sicherheitsrisiko: Polizei räumt Zaunschmuck am Fliegerhorst Büchel

Polizeibeamte entfernen die Sonnenblumen, die von den Demonstranten am Zaun des Bundeswehrstandortes Büchel befestigt wurden.

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Büchel. Sonnenblumen statt Parolen – doch selbst die wurden am Fliegerhorst Büchel zum Sicherheitsproblem. Im Rahmen der „Bunten Woche“ gegen Atomwaffen haben Demonstranten Blumen und Banner als stillen Protest am Außenzaun des Militärgeländes befestigt. Wenig später rückte die Polizei an und entfernte den ungewöhnlichen Zaunschmuck.
Der Grund: Nach Angaben der Polizei beeinträchtigten die Blumen offenbar die hochmoderne Überwachungs- und Sensortechnik am Sicherheitszaun. Die zusätzlichen Gegenstände sollen wiederholt Alarm ausgelöst haben. Deshalb wurden die Sonnenblumen und Banner wieder entfernt.
Die „Bunte Woche Widerstand gegen Atomwaffen“ läuft noch bis zum 26. Juli. Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener Friedensorganisationen protestieren gegen die in Büchel gelagerten US-Atomwaffen und fordern deren Abzug sowie den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag. Auf dem Programm stehen Mahnwachen, Workshops und kreative Protestaktionen.
Am Freitag war auch die Bereitschaftspolizei im Einsatz. Nach Angaben des stellvertretenden Leiters der Polizeiinspektion Cochem, Polizeihauptkommissar Mario Brixius, verlief der Einsatz jedoch durchweg friedlich. Je nach Aktion beteiligten sich zwischen zwei und 15 Demonstrierende.