Simone Wunder

Frühlingserwachen am Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für März vor (Symbolfoto).

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für März vor (Symbolfoto).

Bild: Agentur für Arbeit

Cochem-Zell. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis Cochem-Zell in den letzten vier Wochen um 171 auf 1.532 gesunken. Vor einem Jahr waren vier Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent und damit um 0,5 Punkte unter der des Vormonats. Im März 2025 lag die Quote bei 4,5 Prozent.
Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen und des Jobcenters Landkreis Cochem-Zell wurden innerhalb der letzten vier Wochen 120 neue Stellen aus dem Kreis gemeldet. Damit liegen der Agentur 549 Stellenangebote aus der Region vor – neun mehr, als vor einem Jahr.
„Der Arbeitsmarkt im Landkreis Cochem-Zell zeigt im März die für diese Jahreszeit typische Entwicklung. Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung kommt wieder mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt, insbesondere in den für die Region prägenden Branchen Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Viele Betriebe bereiten sich auf die bevorstehende Saison vor und planen entsprechend ihren Personalbedarf“, sagt Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung. „Insgesamt bleibt die Dynamik jedoch verhalten, da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin dämpfend auswirken.“
Im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnet die Arbeitsagentur eine minimal positive Entwicklung im Kreis. Aufgrund des früheren Osterfestes setzen in diesem Jahr die saisonalen Effekte bereits im März ein und sorgen für eine leichte Entlastung, ohne dass von einer außergewöhnlichen Entwicklung gesprochen werden kann. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen zeigt sich stabil.
„Die Frühjahrsbelebung bringt die erwarteten Impulse, doch die Zurückhaltung vieler Betriebe bleibt spürbar. Mein Appell ist: Nutzen wir die vorhandenen Potenziale – in den Unternehmen und bei arbeitsuchenden Menschen – und bringen wir sie durch gezielte Qualifizierung zusammen“, erklärt die Agenturleiterin.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist und bleibt zudem die duale Ausbildung. „Sie bietet jungen Menschen verlässliche Perspektiven und ermöglicht es Arbeitgebern, Fachkräfte gezielt aus den eigenen Reihen zu entwickeln. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zahlt sich diese Investition in Ausbildung besonders aus“, so Stefanie Adam.
Insgesamt präsentiert sich der Arbeitsmarkt im Landkreis Cochem-Zell damit solide, jedoch ohne größere Dynamik. Die kommenden Wochen werden zeigen, inwieweit sich die saisonale Belebung weiter fortsetzt und zusätzliche Beschäftigungseffekte entstehen. Unternehmen, sowie Arbeits- und Ausbildungssuchende sind daher gut beraten, die Unterstützungsangebote der Agentur für Arbeit aktiv zu nutzen.