mn/pp/Agentur ProfiPress

Besuch im Eifeler »Englischen Garten«

Kommern-Süd. Kai Judith Wetzel öffnet bei der „Offenen Gartenpforte Rheinland“ ihr „Chestnut-House“. Besucher können am 13. und 14. Juni einen Landhausgarten nach britischem Vorbild entdecken – mit Feuerstelle, Gartenlaube, Sonnenuhr und vielen versteckte Kunstwerken.

Die Kastanie im Vorgarten hat sie selbst gepflanzt. »Da war ich ungefähr zehn!« Kai Judith Wetzel deutet lachend auf ihre Knie: »Und der Ableger war so miniklein.«

Dass das zarte Pflänzchen eines Tages einmal höher sein würde als ihr Elternhaus? »Das hätte ich nicht gedacht.« Und dass ebendieser Baum dem Zuhause ihrer eigenen Familie einmal seinen Namen geben würde: »Chestnut-House« – Kastanienhaus. Natürlich hat sie längst drei Ableger gesichert, einen für jedes Kind. »Tradition muss sein«, sagt sie und zwinkert.

Am Wochenende 13. und 14. Juni öffnet das »Chestnut-House« in Kommern-Süd seine Pforten. Wer durch das verschnörkelte Eisentor »In den Erlen 18« tritt, findet auf 1.350 Quadratmetern einen Landhausgarten nach englischem Vorbild – mit Rosengarten, Laube, Sonnenuhr, Staudenbeeten, Taxushecke, Feuerstelle und etlichen selbst getöpferten Kunstwerken.

Eine besondere Leidenschaft der Hobbygärtnerin Kai Judith Wetzel gilt den Hosta, auch bekannt als Funkien. Mehr als hundert verschiedene Sorten besitzt sie inzwischen. Dazu original »David Austin«-Rosen, Prärielilien – und ihre absoluten Lieblinge in Pink: »Pfingstrosen, die mag ich einfach schon immer!«

Inspiriert wurde die 49-Jährige während ihrer Au-pair-Zeit in der britischen Grafschaft Kent. »In England gibt es eigentlich ständig Gartenschauen«, erzählt sie. »Viele Nachbarn machen mit, und das Eintrittsgeld wird für den guten Zweck gespendet.«

Diese offene Art, Gartenfreude zu teilen, hat sie nie losgelassen. Gartenfreunden im Rheinland ist Kai Judith Wetzel nicht ganz unbekannt – sie war bereits in der WDR-Sendung »Garten & Lecker« zu sehen, unter dem Motto »Little Britain in der Eifel«.

Bei der »Offenen Gartenpforte« möchte sie vor allem Mut machen. »Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen dazu inspirieren kann, selbst im Garten aktiv zu werden.«

Schottergärten ärgern sie – nicht aus Prinzip, sondern weil sie überzeugt ist, dass es anders geht. »Etwas Grünes hinzusetzen ist genauso wenig Arbeit. Und es macht einen Unterschied – für Insekten, für die Luft und nicht zuletzt für das eigene Wohlbefinden.«

Das »Chestnut-House«, In den Erlen 18, ist am Samstag, 13. Juni, von 12 bis 17 Uhr sowie am Sonntag, 14. Juni, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Kunst im Rosengarten

Ein besonderes Wochenende erwartet Garten- und Kunstfreunde in Lessenich: Am Samstag, 13. Juni, und Sonntag, 14. Juni, öffnet der naturnahe Garten an der Stephanusstraße 15A im Rahmen der Offenen Gartenpforte Rheinland jeweils von 10 bis 18 Uhr seine Pforten. Der rund 1800 Quadratmeter große Garten beherbergt zahlreiche Ramblerrosen und einen Schwimmteich.
Inmitten der blühenden Rosen zeigt die Kölner Künstlerin Judith Geusen an beiden Tagen ihre Aquarell- und Ölgemälde unter dem Titel »Besondere Orte – Besondere Momente«.

Weitere Informationen unter Instagram: jgeusen_art bzw. Rosenzaubergarten.