Michael Nielen

Grundsteinlegung für einen neuen Kindergarten

Schmidtheim. »Ich habe noch nie einen Grundstein gelegt. Das ist die Champions League für Bürgermeister«, schmunzelte der Dahlemer Bürgermeister Jan Lembach.
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Gemeinsam mit dem Schmidtheimer Ortsbürgermeister Hans-Josef Bohnen passte Jan Lembach die Jahreszahl 2024 mit Kelle und Mörtel ein.

Nicht nur für die beiden war es ein denkwürdiges Ereignis, sondern auch für die vielen Gäste, die zur Hochstraße 45 gekommen waren. Dort ist am 23. Oktober 2023 damit begonnen worden, eine dreigruppige neue Kindertagesstätte zu errichten. Dementsprechend waren auch viele Kinder der bestehenden Kita »Zwergenstube« auf die Baustelle gekommen, um mit zwei einstudierten Liedern bestens zu unterhalten.

Errichtet wird das barrierefreie Kindergartengebäude von der Euskirchener Baugesellschaft, kurz EUGEBAU. Deren Geschäftsführer Oliver Knuth ist guter Dinge, dass bereits im Frühjahr 2025 die ersten Kinder in den neuen Kindergarten einziehen können.

Ein Grund für diesen Optimismus liegt in der Person von Daniel Geck begründet, den Oliver Knuth schmunzelnd den Gästen vorstellte. »Herr Geck ist unser Polier und er kommt tatsächlich aus Schmidtheim. Er baut den Kindergarten mit seinen Leuten - und er macht das nicht ganz uneigennützig. Er baut hauptsächlich für sein Enkelchen.« Die Enkelin heißt übrigens Mila und wird natürlich die neue Kita besuchen.

Für den Kindergartenbau hat man bei der EUGEBAU ein Budget von 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Nach den bisherigen Ausschreibungsergebnissen fällt der Invest laut Oliver Knuth mit rund drei Millionen Euro momentan aber deutlich günstiger aus.

Dahlems Bürgermeister Jan Lembach zollte der EUGEBAU großes Lob und sprach von einer »perfekten Partnerschaft«. Das Euskirchener Unternehmen werde das Kita-Gebäude schlüsselfertig erstellen und der Gemeinde Dahlem als Träger des Kindergartens anschließend langfristig vermieten. »Und das zu Konditionen, die den Kämmerer der Gemeinde sicherlich freuen«, so Lembach.

»Auf dieser Bodenplatte«, so der Bürgermeister weiter, »entsteht ein dreigruppiger Kindergarten mit einer Erweiterungsoption um zwei weitere Gruppen.« Das neue Gebäude entsteht als ein »KfW-Effizienzhaus 40 EE«. Das bedeutet, dass der Kindergarten nicht mehr als 40 Prozent des Energie-Jahresverbrauchs einer »klassischen« Immobilie aufweisen darf. Zudem müssen mindestens 55 Prozent der Energie aus erneuerbaren Ressourcen bestehen.

Im neuen Gebäude wird der Wärmebedarf mit Geothermie gedeckt. Eine PV-Anlage und eine Windturbine auf dem Dach werden Energie erzeugen, die dem Gebäude unmittelbar zur Verfügung steht. Jan Lembach: »Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass dieser Bau in Zukunft kostengünstig betrieben werden kann.« Die neue Kita, für die übrigens noch ein passender Name gesucht werden muss, sei ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Gemeinde Dahlem. Der EUGEBAU dankte der Bürgermeister noch einmal dafür, auch in schwieriger Zeit an dem Projekt festgehalten zu haben.


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