mn/pp/Agentur ProfiPress

Kommern singt eigene Ortshymne

Kommern. Uwe Reetz hat ein Lied für seinen Heimatort Kommern geschrieben. Jetzt steht die Tonaufnahme in der Kirche an: Familien, Pänz und Senioren sind am Sonntag, 28. Juni, zum Mitsingen aufgefordert – „Herzlich Willkumme, he in Kommere!“

Manch feuchtfröhliche Kegeltour hat im Nachhinein noch für Überraschungen gesorgt. Mit einer derart erfreulichen wie jetzt in Kommern hatte aber wohl niemand gerechnet: die Geburt einer eigenen Ortshymne – komponiert, getextet und musikalisch begleitet von Profimusikern, und gesungen hoffentlich vom gesamten Ort.

So geschehen bei Uwe Reetz, Musiker und Tonstudiobesitzer, sowie Günter Schmitz, ehemals Karnevalsprinz der KG Greesberger. Als Schmitz hörte, dass es bislang lediglich ein von Künstlicher Intelligenz kreiertes Kommern-Lied gibt, war er entsetzt: »Owei, das geht ja gar nicht!«

Noch in derselben Nacht setzte sich Reetz – nach eigener Aussage »leicht angeheitert« – hin und schrieb eine Hymne für seinen Wohnort. Eine Woche später war der Song fertig komponiert und arrangiert. Schon die ersten Zeilen klingen nach Heimat pur: »Herzlich willkumme, he in Kommere …«

Entstanden ist eine stimmungsvolle Pop-Ballade, die gleich beim ersten Hören Gänsehaut verursacht. Der Text ist dem Heimatort am Griesberg auf den Leib geschneidert: Vereine, Kirchengemeinde, Feuerwehr – so gut wie alle kommen darin vor. Die warmherzige Melodie geht sofort ans Herz, den mundartlichen Text hat man schnell drauf, und der langsame Viervierteltakt ist zum Schunkeln geradezu perfekt.

Das fanden auch erfahrene Musikerkollegen wie Stephan Brings und Erik Arndt, denen Reetz den neuen Song bereits testweise vorspielte.

Für eine echte Kommern-Hymne brauchte es aber echte Kommerner Stimmen. »Eine echte Kommern-Hymne darf nicht glattgebügelt klingen. Wir brauchen Stimmen, die nach Kommern klingen«, war für Reetz, Björn Schäfer und Günter Schmitz vom Kommerner Vereinskartell klar. Walter Schäfer, Jörg Ernst und Ortsbürgermeister Rolf Jaeck mussten nach einem Sonntagsmittagsanruf nicht lange überlegen – eine Stunde später standen sie bereits im Tonstudio.

Und weil das Lied dem ganzen Ort gehören soll, sind am Sonntag, 28. Juni, ab 17 Uhr alle Kommerner eingeladen, in der Pfarrkirche St. Severinus den Refrain gemeinsam für eine Tonaufnahme einzusingen. »Kinder, Alte, Familien und Alleinstehende – egal ob zugezogen, hier geboren, singfreudig oder völlig talentfrei: Alle, die aus Kommern kommen und Lust haben, dürfen und sollen mitsingen«, sagt Jaeck. Natürlich werde vorher warmgesungen und der Text gemeinsam eingeübt, verspricht Reetz. Das gemeinsame Ziel ist klar: Die Hymne soll bei Festen und Feiern lautstark mitgeschmettert werden – Hauptsache gemeinsam.