Nikolas Leube

Kreise Vulkaneifel und Euskirchen drängen auf A1-Lückenschluss und Ausbau der Eifelstrecke

Daun/Euskirchen. Die Kreise machen beim Bund erneut Druck für zwei zentrale Verkehrsprojekte – und laden Bundesverkehrsminister Steffen Bilger zu einem Besuch in die Eifel ein.
Landrätin Julia Gieseking (Landkreis Vulkaneifel, l.) und Landrat Markus Ramers (Kreis Euskirchen, r.) setzen sich gemeinsam für die Verkehrsprojekte in der Eifel ein.

Landrätin Julia Gieseking (Landkreis Vulkaneifel, l.) und Landrat Markus Ramers (Kreis Euskirchen, r.) setzen sich gemeinsam für die Verkehrsprojekte in der Eifel ein.

Bild: Petra Grebe

Landrätin Julia Gieseking und Landrat Markus Ramers haben sich gemeinsam an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gewandt. In einem Schreiben werben sie dafür, den Lückenschluss der Autobahn A1 zwischen Kelberg und Blankenheim sowie den partiellen zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier weiterzuverfolgen.
Beide Projekte seien aus Sicht der Kreise wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Eifel. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur verbessere die Mobilität, stärke Wirtschaft und Tourismus und trage zu gleichwertigen Lebensverhältnissen im ländlichen Raum bei.

Kreise fordern Lückenschluss der A1

Besonders der noch fehlenden Verbindung der A1 zwischen Kelberg und Blankenheim messen die Kreise große Bedeutung bei. Die Autobahn zählt zu den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen in Deutschland. Die Lücke beeinträchtige die Erreichbarkeit der Eifel und erschwere Verbindungen zwischen Wirtschaftsräumen.
"Eine gute Verkehrsanbindung ist ein entscheidender Standortfaktor. Sie beeinflusst, ob Regionen erreichbar bleiben, Unternehmen investieren und Menschen gerne hier leben, arbeiten und ihre Zukunft gestalten", erklärt Landrat Markus Ramers.

Zweigleisiger Ausbau soll Eifelstrecke stärken

Auch bei der Bahnstrecke zwischen Köln und Trier sehen die Kreise weiteren Handlungsbedarf. Sie sprechen sich für zusätzliche zweigleisige Abschnitte aus. Die Flutkatastrophe 2021 habe gezeigt, wie wichtig belastbare Verkehrswege seien.
Der Wiederaufbau der Eifelstrecke biete nach Ansicht der Kreise die Möglichkeit, die Verbindung langfristig leistungsfähiger zu machen. Weitere zweigleisige Abschnitte könnten die Betriebsstabilität erhöhen, zusätzliche Kapazitäten schaffen und die Strecke für Pendlerinnen und Pendler, den Tourismus sowie den Güterverkehr verbessern.

Region setzt gemeinsamen Einsatz fort

Der Landkreis Vulkaneifel und der Kreis Euskirchen setzen sich nach eigenen Angaben bereits seit Jahren gemeinsam für beide Infrastrukturprojekte ein. Diesen Kurs wollen sie auch gegenüber dem neuen Bundesverkehrsminister fortsetzen.
"Große Infrastrukturprojekte brauchen einen langen Atem. Umso wichtiger ist es, dass die Region geschlossen auftritt und ihre Interessen gemeinsam vertritt", erklären Julia Gieseking und Markus Ramers.
Die beiden Kreise haben Steffen Bilger zudem zu einem Besuch in der Eifel eingeladen, damit er sich vor Ort ein Bild von den Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Region machen kann.