Nächster Halt: Bahnhofsvorplatz
»Nicht direkt nach Hause auf die Couch, sondern auch mal frische Luft in der Sonne, zusammen ein bisschen das Leben genießen« – so bringt Jan Baum von »WeinBaum« die Idee auf den Punkt. Und die hat einen Namen: ›Kaller After Work‹. Am Mittwoch, 21. Mai, ab 17 Uhr lädt die Gemeinde Kall erstmals zu diesem neuen Veranstaltungsformat ein – und hat dafür gleich vier lokale Partner mit ins Boot geholt.
Die Idee entstand aus einem ersten Gespräch zwischen der Gemeindeverwaltung und Jan Baum. Aline van Laak, bei der Gemeinde Kall zuständig für Wirtschaftsförderung, erinnert sich: »Vor allem die Zusammenarbeit mit WeinBaum war so ein bisschen der Anstoß von dem ganzen.« Das Unternehmen hatte ein ähnliches Format bereits etabliert. Baum habe dann schnell weitere Partner gefunden, und aus einer losen Idee wurde ein Konzept.
Eines, das Bürgermeister Emmanuel Kunz von Anfang an überzeugt hat: »Wir wollen auf dem Bahnhofsvorplatz zusätzliche Veranstaltungen anbieten, um die Menschen in Kall zusammenzubringen. Raum und Austausch für Begegnung geben – das war immer der Gedanke dieses Platzes.«
Kunz macht dabei deutlich, dass es nicht um Nachahmung geht: »Es gibt etablierte Veranstaltungen in Nachbarkommunen, die sind alle super – aber wir wollen was Eigenes machen. Die Leute wollen irgendwie auch ein Angebot bei sich in der Heimat haben. Das ist das Ziel.«
Vier Partner sind bei der Premiere dabei
Für das leibliche Wohl sorgen vier Partner. Silvia Förster vom Josi‘s AktivPark denkt in Richtung Currywurst, Karottensuppe oder Masala – »damit auch wirklich alle abgeholt werden«, wie sie sagt. Monika Sauerbier von der Gaststätte Gier ist für Bier, Sprudel und andere Getränke zuständig, Jan Baum sorgt dafür, dass auch das Gläschen Wein nicht fehlt. Patrick Zimmer von der Bäckerei Zimmer aus Sistig bringt seinen Holzbackofen mit – »richtig geiles Teil«, wie er selbst sagt. Geplant sind überbackenes Brot, Knoblauchbrot und vielleicht ein Flammkuchen.
Der Bahnhofsvorplatz ist dabei kein zufällig gewählter Ort. »Der Bahnhofsvorplatz ist perfekt für jegliche Events – da ist ein Bahnhof daneben, die Leute kommen und gehen, da ist Leben«, so van Laak. Veranstaltungen wie die Flutfeste und der Weihnachtsmarkt haben gezeigt: Wenn die Menschen ein gutes Angebot bekommen, kommen sie auch.
Ob aus dem Auftakt eine feste Reihe wird, hängt vom Zuspruch ab. Laura Möhrer vom Sachbereich Veranstaltungen ist vorsichtig optimistisch: »Wir wären auf jeden Fall bereit, je nachdem wie das angenommen wird, auch Folgetermine daraus zu machen.« Ein Termin im Juni ist bereits angedacht, im Spätsommer möglicherweise ein weiterer. Van Laak erinnert dabei an ein bekanntes Kaller Beispiel: »Ich denke, wenn sich das einmal so ein bisschen etabliert hat, wird das auch super angenommen – wie der Weihnachtsmarkt. Das erste Jahr war so ein bisschen schwierig, und dann wurde das von Jahr zu Jahr wirklich immer besser.«
Der Kaller Bürgermeister Emmanuel Kunz jedenfalls lässt sich von möglichen Unwägbarkeiten nicht beirren: »Ich bin immer ein Freund davon, erstmal machen – und dann sieht man, was funktioniert und was nicht, statt alles zu zerdenken.« Und sollte das Wetter am 21. Mai nicht mitspielen, wird der Termin einfach verlegt. Im Jahr 2026 wird man in Kall mit Sicherheit einen sonnigen Abend finden – da sind sich alle Beteiligten einig.

»Alles so schön bunt hier!«

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